Freitag, 28. April 2017

Der Koran - Vielfalt der Übersetzungen und Kommentare (aktualisiert)

Im deutschsprachigen Raum gibt es inzwischen eine Vielzahl von Koranübersetzungen.
Recht praktikabel ist das Angebot, einzelne Suren aus deutschen Koranübersetzungen für das Lesen und den Download auszuwählen. 


 Kleiner Textvergleich: Koran und Bibel

Koranausgaben und Übersetzungen
Man sollte übrigens Koranübersetzungen im islamischen Sinne eher als Annäherungen an das arabische Original bezeichnen. 


Das Vorbild
Die Sprachqualität hat sich inzwischen bei den neueren Ausgaben gesteigert, dennoch dürfte eine alte Auswahlübersetzung, diejenige von Friedrich RÜCKERT einzigartig geblieben sein.

--- Der KORAN in der
Übersetzung von Friedrich Rückert (BOBZIN, Hartmut, Hg.): Der Koran. Erklärende Anmerkungen von Wolfdietrich Fischer. Würzburg: Ergon 1995
--- Rezension: hier



Es gibt inzwischen eine beachtliche Zahl von deutschen
Koran-"Übersetzungen":
--- Michael Fisch: umma-al-kitâb. Ein kommentiertes Verzeichnis deutschsprachiger Koran-Ausgaben von 1543 bis 2013. 470 Jahre europäisch-abendländische Koran-Rezeption.
Berlin: Schiler 2013
                                                    

Hier eine z.T. kommentierte Auswahl:
Mit muslimischen Autoren:
--- Muhammad ASAD (Leopold WEISS):
Die Botschaft des Koran. Übersetzung und Kommentar. Aus dem Englischen von Ahmad von Denffer und Yusuf Kuhn. Düsseldorf: Patmos 2009 - vgl. Verlagshinweise

Rezension: hier

--- Der Koran. Vollständig und neu übersetzt von Ahmad Milad KARIMI. Mit einer Einführung herausgegeben von Berhard UHDE. Freiburg u.a.: Herder 2009 - vgl. Rezension

--- Übersetzung mit arabisch-deutschem Text und inhaltlichen Beiträgen zum Verstehen des Koran von Ali Ünal: Der Koran und seine Übersetzung mit Kommentar und Anmerkungen. Offenbach: Fontäne 2009, 1606 S.  

- Erläuterungen zur Bedeutung des Korans durch den Übersetzer 
- vgl. Rezension
 
Übersetzung von christlichen Islamwissenschaftlern (Nr. 1-4)
Von einem evangelischen Religionswissenschaftler
1. --- Der Koran. Aus dem Arabischen neu übertragen von Hartmut BOBZIN. München: C.H.Beck Februar 2010 (Veröffentlichungshinweis aus den Nürnberger Nachrichten)
Rezension von Christoph Auffarth, Bremen
- Rezension von Reinhard Kirste (INTR°A)

Eine umfassende wissenschaftliche Übersetzung und Kommentierung von einem
katholischen Islamwissenschaftler:

2.  Der Koran. Übersetzt und kommentiert von Adel Theodor KHOURY.
Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2007, 12 Bände
3.  Als Zusammenfassung in 1 Band: Der Koran.
Übersetzt und kommentiert von Adel Theodor Khoury.
Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2007

3a.  Als orientierende ausführliche Lektüre mit Textbeispielen und Bildern:
Der Koran, erschlossen und kommentiert von Adel Theodor Khoury.
Düsseldorf: Patmos 2005, 353 S., Abb., Register


Von einem katholischen Theologen und Islamwissenschaftler, philologisch recht genau
und bezogen auf die literarischen Formen

4.  Der Koran. Übersetzt und eingeleitet von Hans ZIRKER. Darmstadt: WBG 2003

Auswahl von Korantexten mit thematischer Zusammenstellung im Sinne einer gut verständlichen Hinführung zum heiligen Buch der Muslime

  • Der Koran für Kinder und Erwachsene. Übersetzt und erläutert von Lamya KADDOR
    und Rabeya MÜLLER. München: C.H. Beck 2008.
    Rezension hier
  • Hamideh MOHAGHEGHI und Dietrich STEINWEDE: Was der Koran uns sagt.
    Für Kinder in einfacher Sprache.
    München: Bayerischer Schulbuchverlag (Patmos / Oldenbourg 2010)

    Rezension: hier
 
Schon länger auf dem Markt: Von islamischer Seite als vollständige Übertragung

--- Übersetzung der Ahmadiyya-Muslim Jamaat Deutschland und Schweiz: Der Heilige Qur-ân: Arabisch und Deutsch. Hg. unter der Leitung von Hz. Mirza Tahier Ahmad. Aßlar-Werdorf 1989, 5. Aufl., Anmerkungen, Register -- Erläuterungen zur Übersetzung aus der Sicht der Ahmadiyyas

--- Al-Qur'an Al-Karim und seine ungefähre Bedeutung in deutscher Sprache von Muhammad Ahmad RASSOUL. Köln: Islamische Bibliothek 1988, 3. verbesserte Aufl. / 2013, 10. Aufl.
auch digital vollständig zum Download: hier

--- Die Bedeutung des Korans. 5 Bände (Hg.: Abdulhalim KHAFAGY).
München: SKD Bavaria 1998, 2. neu bearb. Aufl. 


Zwei "Klassiker"
1.  Wissenschaftlich sorgfältig und nicht immer leicht zu lesen:
Der Koran. Übersetzung von Rudi PARET. Stuttgart: Kohlhammer 2006, 10. Aufl. 

mit Kommentar und Konkordanz. Kohlhammer 2005, 7. Aufl.

2.  An Luthers Deutsch erinnernd und islamwissenschaftlich redigiert:
Der Koran. das heilige Buch des Islam. Aus dem Arabischen von Max HENNING (1901). 
Überarbeitet und herausgegeben von Murad Wilfried HOFMANN. München: Diederichs (Hugendubel) 1999 

Eine wichtige englische Koranausgabe mit Kommentar
The Holy Qur'an. Text, Translation and Commentary by Abdullah Yusuf ALI.
Leicester (GB): The Islamic Foundation 1975 u.ö.


Prophetenüberlieferung - HADITHE
Wichtig neben dem Koran sind die Prophetenüberlieferungen. Eine gute Auswahl bieten die beiden von Adel Theodor KHOURY herausgegebenen Bände: Der Hadith (Gütersloher Verlagshaus 2008),
Rezension: hier


VERGLEICHE VON BIBEL UND KORAN
Buchempfehlungen und Kommentierungen: hier

Dienstag, 25. April 2017

Biblische und koranische Texte in Gegenüberstellungen

Für die praktische Dialogarbeit von Christen und Muslimen hilft besonders, Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten von Bibel und Koran herauszustellen. Diese Gegenüberstellungen gewinnen durchaus auch Vergleichscharakter. Allerdings bedarf es zum genaueren Verständnis kompetenter Hinführungen und sorgfältiger Bearbeitung. Besonders gut gelungen ist dies bei 

Stefan Jakob WIMMER und Stephan LEIMGRUBER:
Von Adam bis Muhammad. Bibel und Koran im Vergleich 
(Katholisches Bibelwerk 2005)
Ausführliche Rezension: hier


 





ZITATE aus Bibel und Koran im Vergleich: hier

Viele Anregungen bietet auch das Buch von: 
Marlies ter Borg (compiled and introduced):
Sharing Mary. Bible and Qur'an Side by Side 
2010, 359 S.

Dis ist eine wichtige, sorgfältig kommentierte Zusammenstellung von biblischen und koranischen Texten, unterstützt von kompetenten islamischen und christlichen Islamwissenschaftler/innen. Dadurch lässt sich in den Geschichten bei all ihrer Unterschiedlichkeit doch eine spirituelle Gemeinsamkeit entdecken. Zugleich bietet sich die Möglichkeit, durch den Vergleich ungewohnte Aspekte der eigenen Tradition zu entdecken.
Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag zum "Trialog"
von Juden, Christen und Muslimen.


Nacherzählend einen Gang durch wichtige Geschichten aus Bibel und Koran zu unternehmen, liegt mit dem in niederländisch und englisch erschienenen Buch der Stichting Trialoog in Amersfoort (NL) vor: 

Francien van Overbeeke-Rippen: 
Abraham and Ibrahim. 
Bible und the Qur'an Told to Children.

 --- Study Guide by Kenneth and Margaret Thomas ---
Weitere Informationen: hier
Eine deutsche Übersetzung ist in Vorbereitung.






 
Tora, Evangelium
 und Koran.
 3 Bücher, 2 Städte, 1 Erzählung - 


  Anton WESSELS: Thora, Evangelie en Koran.
  3 Boeken,
  2 Steden, 1 Verhaal. 
   Kampen (NL): Kok 2010

 Englische Übersetzung:
 The Thora, The Gospel, the Qur'an. Three Books, Two Cities.
  Grand Rapids, MI (USA): Eerdmans 2014, 334 pp.

Verlagshinweis: hier
Mehr Informationen: hier

Es ist eine besondere Monografie zu den drei monotheistischen Traditionen,  in der auch die heiligen Städte (nicht nur Jerusalem und Mekka) besonders gewürdigt werden. So liest man die eine Geschichte ganz neu - durch ihre teilweise verblüffenden Varianten in den drei Religionen. 









Sonntag, 23. April 2017

Religion und Computerspiele

Oliver Steffen: Gamen mit Gott


Wo sich Computerspiele und Religion begegnen
Zürich: TVZ 2017, 164 Seiten, 12.5 x 20.0 cm, Paperback
ISBN 978-3-290-22038-9
CHF 29.80 - EUR 26.90 - EUA 27.70

 Expl.
Zum Buch
Computerspiele gehören heute zum Alltag vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Während die Gefahren wie Gewalt in Games und Suchterscheinungen intensiv debattiert werden, gerät ein anderer Aspekt aus dem Blick: die Religion. Und das, obwohl Computerspiele ein Medium sind, durch das Religionen und religiöse Ansichten ausgedrückt, verhandelt und beworben werden. 
Gibt es religiöse Spiele? Wie werden religiöse Themen in Spielen dargestellt? Ist das Gamen von religiösen Spielen eine religiöse Handlung? Diese Fragen erforscht Oliver Steffen seit Jahren. Sein leicht lesbares Buch gibt einen guten Überblick über Games und Gamer und zeigt Computerspielkultur als einen gesellschaftlichen Bereich, wo sich Glaube und Religion auf wenig sichtbare Weise und ausserhalb der Kirchen konkretisieren.

Autor/-in
Oliver Steffen, Dr. phil., Jahrgang 1978, ist freischaffender Religionswissenschaftler - 
und das Research-Projekt: God Mode: hier

Donnerstag, 20. April 2017

Von maghrebinischen Aufklärern lernen

Samuel Schirmbeck:
Der Islamische Kreuzzug.
Warum wir eine selbstbewusste
 Islamkritik brauchen
Zürich: Orell Füssli Verlag 2016, 256 S.
ISBN 978-3-280-05636-3 

Aus der Rezension der NZZ:
"Auch in Europa diagnostiziert der Autor eine beunruhigende Fehlentwicklung. Sie betrifft sowohl den Umgang mit den grossen islamischen Verbänden und deren Forderungen wie auch die öffentliche Debatte zum Thema Islam. Sein Urteil über den «finsteren Islam» der deutschen Islamverbände ist vernichtend. «Nicht in Nordafrika, in Deutschland begann (. . .) die bedrückendste Zeit meiner Begegnung mit dem Islam», hält Schirmbeck fest. Er berichtet von Verbandsvertretern und muslimischen Exponenten, denen «das Kopftuch wichtiger war als die Erhellung der Köpfe», die sich im Namen der Religionsfreiheit unablässig für Sonderrechte für Muslime einsetzten, aber zentrale Errungenschaften und Werte der westlichen Welt ablehnten. Laut Schirmbeck breitet sich auch im Westen eine «ebenso rigorose wie stupide Halal/Haram-Dogmatik aus, die keine Ambivalenz mehr kennt, kein geistiges Spiel, kein philosophisches Hinterfragen, sondern sich nur noch in stumpfer Kontrolle jeder Lebensgeste von Musliminnen und Muslimen gefällt». Es ist augenfällig, dass ein solcher Islam längerfristig das Konzept einer multikulturellen Gesellschaft unterminiert."
Die NZZ bemerkt nur kritisch an, dass der Begriff "Islamischer Kreuzzug" angesichts der Tendenz im Buch nicht das Wesentliche trifft. Über einen "islamischen Kreuzzug" gegen den Westen müsste sicher noch einmal gesondert nachgedacht werden ...

Auszüge aus den Rezensionen 
von NZZ und FAZ bei "Perlentaucher": hier






Europa im Orient - Der Orient in Europa (aktualisiert)

Der zuletzt (2006) erschienene Band der Reihe Religionen im Gespräch (RIG) hat angesichts der wesentlichen gesellschaftlichen, politischen und religiösen Veränderungen im mittelöstlichen und fernöstlichen Raum sowie in der arabischen Welt nichts von seiner Aktualität verloren. Gefährliche Konfliktsituationen und beeindruckende Aufbrüche durch die Begegnung der verschiedenen Religionen und Kulturen liegen hier dicht beieinander.
Zugleich ist eine Jahrhunderte alte Orient-Faszination in Europa faktisch ungebrochen.

Reinhard Kirste, Paul Schwarzenau,  Udo Tworuschka (Hg.):  
Europa im Orient - der Orient in Europa.

Religionen im Gespräch Bd 9 (RIG 9).
Balve: Zimmermann 2006, 528 S. --- ISBN 3-89053-106-7 ---
Inhaltsverzeichnis: hier 

Rezensionsschwerpunkte (scroll down)
  1. Thematische Übersicht und Orientierungsbeispiel
  2. Begegnung mit der Islamischen Welt
  3. Orientalismus, Islam, Religionstradierung


Weitere Titel zu Orient und Orientalismus
  • Henry Corbin: Weder Germanist, noch Orientalist
    Marian Bremer in Qantara.de, 19.04.2017
  • Pierre Larcher: Orientalismus des Westens
    - Wissenschaftliche und literarische Verständnisse
    (2017) 
  • Europa und der Orient 800 - 1900
    [28. Mai - 27. August 1989 ; eine Ausstellung des 4. Festivals der Weltkulturen Horizonte '89
    im Martin-Gropius-Bau, Berlin]. Berliner Festspiele / Bertelsmann Lexikon Verlag 1989, 923 S., Abb.
  • Saddek Rabah: L'Islam dans l'imaginaire Occidental. Aux sources des discours.
    Beyrouth: Al Bouraq 1998, 241 pp.
  • Edward Said: --- L'Orientalisme. L'Orient créé par l'Occident. Aus dem Amerikanischen von
        Cathérine Malamoud. 
    Préface de Tzevetan Todorov.
        Traduit de l´Américain par Cathérine Malamoud.
        Paris Seuil 1980, 393 S., Personenregister
    --- 
    Culture and Imperialism. New York: Random House 1994, 380 S., Register
    --- Zum Tod von Edward Said - wirkungsmächtig und umstritten.
         Jörg Lau in ZEIT online, 25.09.2003      
  • Gereon Sievernich / Hendrick Buddha (Hg.): Lesebuch zu "Europa und der Orient 800 - 1900.
    Berliner Festspiele 1989, 138 S.
  • Ziauddin Sardar: Orientalism. Concepts in Social Sciences.
    Buckingham: Open University Press 1999, 136 pp., index
    Deutsche Ausgabe: Der fremde Orient. Geschichte eines Vorurteils.
    Aus dem Englischen von Matthias Strobel.
    Berlin: Klaus Wagenbach 2002, Wagenbach TB 451, 188 S., Personenregister
  • Burkhard Schnepel / Gunnar Brands / Hanne Schönig (Hg.):
    Orient - Orientalistik - Orientalismus. Geschichte und Aktualität einer Debatte.
    Postcolonial Studies Bd. 5. Bielefeld: Transcript 2001, 31o S., Abb.
    Inhaltsverzeichnis und Leseprobe: hier
    --- Rezension: hier



Orientbegeisterung in der Architektur 
Orientbegeisterung auf dem Theater und in der Oper


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1.  Thematische Übersicht und Orientierungsbeispiel
         Globalista-Tour - zu europäischen muslimischen Identitäten
Pia Stumpf und Jan-Wilhelm Bauckloh genannt Lohmann
im Rahmen eines Seminars an der TU Dortmund, SoSe 2012
Der Herausgeber, Reinhard Kirste (geb. 1942) ist nicht nur evangelischer Theologe und Lehrbeauftragter der Technischen Universität Dortmund, sondern auch Koordinator der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A) e.V. in Westfalen. Zusammen stellte er mit. Udo Tworuschka (geb. 1949), bis 2011 Professor für Religionswissenschaften an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena, und Paul Schwarzenau (1923 – 2006), Professor der Technischen Universität Dortmund für Evangelische Theologie und ihre Didaktik, den Schriftenband „Europa im Orient – Der Orient in Europa“ zusammen.


Dieser Schriftenband, aus der Reihe „Religionen im Gespräch“, ist in vier Teilbereiche unterteilt. Der erste Hauptblock umfasst 21 Beiträge zum thematischen Scherpunkt „Orient und Orientalismus vom Mittelmeer bis nach Fernost“, die im jeweiligen Anschluss von einer Kurzzusammenfassung auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch begleitet werden. Aus diesem Block wird unten ein Essay von Fatma Sagir genauer beleuchtet. Der zweite Hauptblock umfasst 12 spezielle Dokumente oder Berichte. Im dritten Teil werden sechs grundsätzliche Beiträge zum interreligiösen Dialog angeführt.  Im vierten Teil werden 27 Rezensionen vorgestellt.
Im Anschluss finden sich weitere Informationen zu aktuellen Ereignissen aus den Jahren 2004 bis 2006, Informationen zum INTR°A-Projektpreis für Komplementarität der Religionen und Informationen über die Autorinnen und Autoren der einzelnen Beiträge.
Orientierungsbeispiel:
Zu dem thematischen Schwerpunkt verfasste Fatma Sagir, Nachfahre muslimischer Migranten in Europa und seit 2005 Lektorin der türkischen Sprache an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, ein Essay mit dem Titel „Globalista Tour … zu europäischen-muslimischen Identitäten“.
In diesem Essay verbindet sie eine Reise als Erwachsene von Deutschland in die Türkei mit den Erlebnissen aus ihrer Kindheit auf exakt eben dieser Reise. In diese Reise, mit ihren vielseitigen Eindrücken, sind Informationen und Gedanken zum Thema Migration, europäisch-muslimischer Identität und allgemeine Überlegungen zum Thema Reisen verflochten. Dabei liegt der Hauptfokus auf der Identitätssuche und Identitätsfindung. Zuletzt wird Istanbul als „Schmelztiegel der Kulturen“ beschrieben und einen Blick auf die muslimische Jugend geworfen.
Stilistisch setzt Fatma Sagir in ihrer Reise dem „Aufbrechen“ ein „Ankommen“ gegenüber. Das Element des „Aufbrechens“ bezieht sich hierbei auf die Thematik von Migration und Reisen, während das „Ankommen“ die Diversität der Gesellschaft als Chance darstellt. Unter den Teilüberschriften „Crossing the bridge …“ und „Globalista Beats“ beschreibt sie die Landeseigenschaften und Landesphänomene mit der neuen jungen Generation der muslimischen Jugend.
Bbliografische Daten:


2.   Begegnung mit der islamischen Welt
                                                

Besprechung von Pfarrer Dr. Wolfgang Pfüller, Eisenach
Die 1990 begonnene, zweijährig erscheinende Reihe „Religionen im Gespräch" (RIG) war ein Markenzeichen der im Jahre 1989 gegründeten „Interreligiösen Arbeitsstelle e.V in Westfalen" (INTR°A). Mit Band 9 endet die Reihe. Keineswegs freilich enden damit die Aktivitäten der um den interreligiösen Dialog sehr verdienten „Interreligiösen Arbeitsstelle", wofür vor allem deren rühriger Koordinator Reinhard Kirste sorgt (vgl. nur unter www.interrel.de).
Der Band ist in vier Teile gegliedert. Auf die „thematischen Schwerpunkte" (hier: „Orient und Orientalismus vom Mittelmeer bis nach Fernost"), die den Großteil des Bandes ausmachen, folgen „Dokumente und Berichte", „Grundsätzliches zum interreligiösen Dialog" sowie „Rezensionen".
Ein Schwerpunkt ist die Begegnung und der Dialog mit der islamischen Welt. Darauf möchte ich mich konzentrieren. Er spielt zum Beispiel eine erhebliche Rolle bei dem von Kirste vorgestellten wichti­gen interreligiösen Projekt in Iserlohn/ Westfalen, das sich „West-östlicher Diwan" nennt und seit 1991 besteht. „Im Grunde hat mit diesem Diwan eine geistige Wanderung, eine interreligiöse Pilgerreise begonnen, von der zu hoffen steht, dass sie dem Zusammenleben von Menschen verschiedener Glaubensweisen und damit auch der deutschen Gesellschaft in unserer Region zugute kommt" (S. 343). Wichtig für den Dialog mit der islamischen Welt ist auch Kirstes Hinweis auf zwei Internet-Publikationen: www.qantara.de, ein Medium, „das in seiner Informationsbreite im Blick auf die arabische Welt, den Mittleren Osten mit der Türkei und dem gesamten Mahgreb für den deutschsprachigen Raum absolut einmalig sein dürfte" (S. 374), und www.babalmed.net, eine 2001 eingerichtete Webseite, „sozusagen die Mittelmeer-Kulturseite der Europäischen Union in Englisch und Französisch mit elektronischen Artikeln in verschiedenen anderen Sprachen" und als solche „gewissermaßen das Tor Europas zur Welt des Orients" (S. 375).
Bemerkenswert scheint mir auch der Beitrag des indischen Muslims Ashgar Ali Engineer zu sein, in dem er den Islam, besonders den Koran, für vereinbar mit der modernen Welt und ihren Forderungen nach Demokratie und Toleranz hält. Der Koran ermutige zu demokratischen Verhaltensweisen und Institutionen, und wenn man ihn sorgfältig studiere, werde man ihn erfrischend modern, liberal und human finden (S. 105). Hintergründe und historische Ursachen (Kolonialismus, Neokolonialismus) der tief greifenden Spannungen zwischen Europa und der islamisch-arabischen Welt heute verdeutlicht der Beitrag des aus Ägypten gebürtigen, in Deutschland lehrenden Soziologieprofessors Fuad Kandil (S. 114-138). Udo Tworuschka befasst sich mit dem „Islam als Bestandteil deutscher Religionstradierung" (S. 152-G8). Beobachtungen zu Sprache, Massenmedien, Schulbüchern, Populärkultur, Theologie und Künstlern als „sekundäre Religionstradierungen" (Tradierungen nach außen) werden ergänzt durch Hinweise auf die „primäre Religionstradierung" (Tradierung nach innen). Dabei geht es unter anderem um die noch wenig er­forschte Frage, „wie der Islam seinen nach­kommenden Generationen die eigene Religion vermittelt" (S. 160).
Kirste bespricht ein interessantes Buch von Felix Körner zu Revisionen der Koranauslegung in der türkischen Theologie. Hier sind aller Voraussicht nach spannende Entwicklungen in der islamischen Theologie zu erwarten, die Kirste wie folgt andeutet: „Es wird vermutlich keine vergleichbare Übernahme der Geschichte der historisch-kritischen Forschung für den Koran geben, wie dies für die Bibel Jo­hann Salomo Semler initiierte, aber es steht außer Frage, dass die islamische Koranexe­gese in den nächsten Jahrzehnten so vor­anschreiten wird, dass die Auseinandersetzung zwischen kritischer Bibelinterpretation und absolut geoffenbartem Koranwort auf eine Ebene kommen wird, die der Vernunft Rechnung trägt, ohne Offen­barungsaussagen objektivierbar zu machen" (S. 487).
Erschienen in: Freies Christentum. 61. Jg., Nr. 03 (Mai / Juni 2009), S. 79–81
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3.  Orientalismus, Islam und Religionstradierung

                             
Besprechung von Bettina Saeftel, 

                                             im Rahmen eines Seminars
im Wintersemester 2006/2007
an der TU Dortmund

Allgemeines über RIG 9 und das Verständnis des Orients

Im vorliegenden Buch wird eine breite Übersicht über den thematischen Schwerpunkt „Europa im Orient –Der Orient in Europa gegeben“. Der Band ist in vier verschiedene thematische Schwerpunkte unterteilt:
1.      Orient und Orientalismus vom Mittelmeer bis nach Fernost
2.      Dokumente und Berichte
3.      Grundsätzliches zum interreligiösen Dialog
4.      Rezensionen
Zu jedem Text in dem hier vorliegenden Buch gibt es inhaltliche, mehrsprachige Zusammenfassungen. In den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch sind die Texte verfasst bzw. übersetzt worden. Der interreligiöse und somit internationale Gedanke wird durch die Sprachenvielfalt aufgegriffen und ermöglicht so auch Rezipienten anderer Länder ein gutes Verständnis.
Die inhaltlichen Zusammenfassungen ermöglicht dem Leser die Chance das Buch gut „quer zu lesen“ und verschafft somit einen guten thematischen Überblick.
Die Autoren und Autorinnen des Buches sind zum Teil Mitglieder der Interreligiösen Arbeitsstelle (INTR°A) in dessen Auftrag das Buch 2006 erschienen ist. Alle anderen Autoren/Innen haben entweder einen persönlichen oder beruflichen Bezug zu interreligiösen Thematik.
Aufgrund der Komplexität des Buches werde ich im folgenden den Beitrag von Udo Tworuschka exemplarisch darstellen.

Islam und Religionstradierung

Udo Tworuschka beschäftigt sich als Religionswissenschaftler in seinem Bericht: Der Islam als Bestandteil deutscher Religionstradierung (S. 152- 168), mit der nach innen -„primären Religionstradierung“ – und der nach  außen – „sekundären Religionstradierung“.

Den Bereich der „sekundären Religionstradierung“ unterteilt Tworuschka in mehrere Unterpunkte. Zunächst benennt er unsere Sprache in der viele arabischen Worte immer mehr Einzug erhalten bzw. schon lange haben. In den Bereichen der Kunst, der Mathematik oder auch der Wissenschaft sind die Beispiele vielfältig und für uns heutzutage schon alltäglich. Worte wie Algebra, Zucker, Kaffee, Tarif und Scheck gehen uns fast Tag täglich „über die Lippen“ ohne wirklich über ihre Herkunft nachzudenken. Ein, wie ich finde, sehr bestechendes Beispiel, das Tworuschka in seinem Bericht erwähnt, ist das Bespiel der heiligsten islamischen Stadt Mekka. Die Stadt, die jeder gläubige Moslem in laufe seines Lebens, soweit es ihm möglich ist, besuchen sollte wird zum Inbegriff für alles Erstrebenswerte. Die Stadt Aachen wird in den Medien gern als „Mekka der Reiterfreunde“ betitelt. Es wird darauf hingewiesen, dass das Begriffe – wenn sie nicht in ihrem Gesamtkontext erschlossen werden – zu falschen Assoziationen führen können.
Massenmedien bestimmen das tägliche Leben der heutigen westlichen Welt. Internet, Hörfunk, Fernsehen, Zeitungen etc. sind allgegenwärtig und werden von uns allen aktiv wie passiv konsumiert und üben somit auf uns alle- egal ob bewusst oder unbewusst- ein großen Einfluss auf unsere individuelle und auch öffentliche Meinung aus. TV- Produktionen wie „Das Schwert des Islam“ von Peter Scholl-Latour oder Auswertungen eines Nachrichtenmagazins „Blutiger Islam.20 Jahre `Spiegel Fechten` gegen den Ansturm auf das Abendland“ von M. Vogt, nehmen erheblichen Einfluss auf unsere bereits schon vorhandenen Meinungen und tragen die Gefahr Vorurteile zu schüren bzw. sie zu festigen.
Im Fokus stehen auch die islamischen Bestandteile in den deutschen Schulbüchern. Erstaunlicherweise lässt sich festhalten, dass der Islam schon seit über 350 Jahren in deutschen Schulbüchern thematisiert wird. Angefangen mit dem Buch „Orbis Sensualium Pictus“ von Amos Comenius aus dem Jahre 1658, über Aufsätze des Neutestamentlers und Talmud-Spezialisten Paul Fiebig „Der Islam im evangelischen Religionsunterricht“ oder der 1988 erschienenen Dissertation von Gudrun Peuster- May, die sich mit der Behandlung der Religionen in der schulbezogenen Literatur des 18./19 . Jahrhunderts auseinander setzte,  zeigen auf das die islamische Welt und ihre Religion einen festen Platz in der deutschen Lernkultur innehat.
In der Populärkultur sind die „Kanäle“ noch mannigfaltiger. Tworuschka beschreibt  verschiedene Medien als Transporteur der islamischen Welt in die „deutsche Alltagswirklichkeit“. Bücher, Filme, Hörspiele, Abenteuerspielbücher, Kinderkrimis ebenso die Werbung bedienen sich islamischer Bilder bzw. der arabischen Kultur.
Bis heute liegt nach Tworuschka keine hinreichende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Gesamtdarstellung des Islam in der deutschen Theologie vor. Von Martin Luther mit seinen zwei Schriften aus dem Jahr 1529 „Vom Kriege widder die Türcken“, „Herrpredigt wider den Türcken“ bis hin zu katholischen und auch jüdischen Autoren fehlt eine umfassende Islamrezeption.
Im Bereich der Kunst gibt es die verschiedensten Einflüsse, die schon seit dem 11./12. Jh. zu verzeichnen sind. Zum Beispiel bildet die abendländische Bildung des 11./12.Jh. bis heute nachhaltige Einflüsse auf die deutsche Geisteskultur. So natürlich auch „Klassiker“ der Literatur wie z.B. „ Nathan der Weise“ (1779) von Lessing, in der die drei „abrahamitischen“ Religionen vorurteilsfrei dargestellt/ vorgestellt werden. Der „Orientalismus“ des 18./19. Jh. zeichnete sich in der Kunst ab. Die Architektur wurde durch den „orientalischen Baustil“ inspiriert und geprägt (z.B. Palais in Dresden, seit 1995 Hotel der Kempinski Kette).
Schriftsteller, Maler und Musiker ließen sich von der Orient-Begeisterung anregen und orientalisierende Stile in ihre Arbeiten mit einfließen.
Den Bereich der „primären Religionstradierung“ teilt Tworuschka in zwei Teile:
1.      Religionsvermittlung
2.      Gemeindegründung
Im Gegensatz zu der vorher beleuchteten „sekundären Religionstradierung“, geht es hier nicht um den „Einzug“ von islamischen Werten, Bräuchen oder den „Einzug des Orientalismus“ in die Kunst sondern um die primäre Vermittlung der islamischen Religion unter den islamischen Nachkommen.
Die Frage, wer und wie die islamischen Nachkommen unterrichtet werden, ist bis heute ein kaum erforschtes Feld. Udo Tworuschka hat in einem Projekt mit der DFG über Religionstradierung am Beispiel des Islams, religionstradierende Literatur der 90er Jahre gesammelt und zu Teilen analysiert. Wie wichtig und welchen Stellenwert der Koran bei der Religionsvermittlung dabei innehat, ist nur zu Teilen festzuhalten. Der „übliche“ Ort der Koranvermittlung ist der Koranunterricht, Kinder und Jugendliche besuchen diesen zwischen dem 4. und dem 18. Lebensjahr. Der erste Kontakt mit dem Koran geschieht meistens im Elternhaus. Die Methoden und Formen der Religionsvermittlung sind vielfältig (Internet, Bücher, Zeitschriften, Magazine, Videokassetten etc.) bedürfen aber weiterer Forschung.
Die Gemeindegründung der Muslime in Deutschland liegt lange zurück. Auch wenn auch vorher schon Muslime in Deutschland lebten, die erste Moschee wurde in Schwetzingen errichtet (Rote Moschee). Zu Zeiten des ersten Weltkrieges errichtete man dann die erste Moschee in Berlin, die 1925/26 wegen Einsturzgefahr wieder abgerissen worden ist. Durch muslimische Exilanten, Studenten und Akademiker entstand 1924 in der neuen Moschee in Berlin-Wilmersdorf ein islamisches Gemeindeleben. Die Zeitschrift „Moslemische Revue“ und auch die erste deutsche Übersetzung des Korans aus muslimischer Feder entsprangen aus dieser Gruppierung, der „Ahmadiyya- Gemeinschaft“, einer nicht-orthodoxen islamischen Richtung, die in der Wilmersdorfer Moschee „beheimatet“ war.
Die bis heute aber größte Zahl an muslimischen Menschen in Deutschland bilden die Arbeitsemigranten. Sie legten den Grundstein für eine, mittlerweile in der dritten Generation, dauerhafte islamische Gemeinschaft.

Rz-RIG9, bearbeitet,  29.04.09, mehrere Überarbeitungen
CC 

Sonntag, 16. April 2017

Paul F. Knitter - Dialogische Theologie und interreligiöses Christsein (aktualisiert)



Without Buddha I Could not be a Christian.
Oxford (UK): OneWorld 2009, XVII, 214 S., Index
--- ISBN 978-1-85168-673-5 ---
Deutsch: Ohne Buddha wäre ich kein Christ.
Aus dem Englischen von Gerlinde Baumann. Freiburg u.a.: Herder 2012, 360 S.
--- ISBN 978-3-451-30278-7 ---

Der katholische Theologe Paul F. Knitter (geb. 1939) aus den USA gehört seit vielen Jahren zu den Promotoren interreligiöser Begegnung. Seine innere Verbindung mit der religionspluralistischen Theologie hat ihn nicht nur zu einem Wegbereiter des Dialogs im Sinne der Gleichwertigkeit (nicht Gleichartigkeit) der Religionen gemacht, sondern er hat in der Debatte um die Religionsphilosophie und religionspluralistische Theologie von John Hick zudem den Gedanken der „Gerechtigkeit“ konsequent einbezogen. Dazu hat ihn besonders sein Engagement im Zusammenhang der gesellschaftlichen Umbrüche in Lateinamerika geführt. Er hat so das eigene Christsein in doppelter Weise erweitert  – in theologischer Theorie wie in spiritueller und politischer Praxis.
In dem vorliegenden Buch, das nun auch in Deutsch verfügbar ist, schiebt sich ein weiterer wesentlicher Gesichtspunkt in den Vordergrund, der der christlichen Identität. Nachdem er schon länger der christlichen Superiorität als Heilsweg eine Absage erteilt hat, lässt er sich intensiviert auf ein Verstehen des eigenen Glaubens aus der Perspektive anderer Religionen ein. Dies führt bis zu der in diesem Buch bilanzierten Konsequenz: „Without Buddha I Could not be Christian“ Die deutsche Übersetzung des Titels wird manchem etwas synkretistisch erscheinen: „Ohne Buddha wäre ich kein Christ“. Aber darum geht es Knitter nicht, vielmehr darum, dass sich christliche Identität heute nicht mehr ohne die anderen Religionen sagen lässt. Für ihn hat dabei die Begegnung mit dem Buddhismus den Ausschlag gegeben. Knitter hat auch die persönliche Konsequenz gezogen und „Zuflucht zum Buddha“ genommen. Damit bringt er noch einmal zum Ausdruck wie eng sich sein Christsein inzwischen mit dem Buddhismus verbindet.
Sowohl für die interreligiöse Begegnung wie für die religionstheologischen Debatten und die Notwendigkeit des interreligiösen Lernens ist dies darum ein unverzichtbares Buch.
Hier werden zwei Besprechungen vorgestellt: Die eine geht mehr den religionstheologischen Zusammenhängen nach, die andere den Möglichkeiten, aus einer solchen Konzeption das interreligiöse Lernen zu bereichern.
 Literaturauswahl
  • Towards a Protestant Theology of Religions, 1974.
  • No Other Name? A Critical Survey of Christian Attitudes toward World Religions, 1985.
    Deutsch: Ein Gott - viele Religionen.
    Gegen den Absolutheitsanspruch des Christentums. München: Kösel 1985
  • The Myth of Christian Uniqueness: Toward a Pluralistic Theology of Religions.
    Co-edited with John Hick, 1987.
  • Faith, Religion, and Theology: A Contemporary Introduction, 1989.
    Co-authored with Brennan Hill and William Madges.
  • Buddhist Emptiness and Christian Trinity Essays and Explorations, 1990.
    Co-edited with Roger Corless.
  • Death or Dialogue: From the Age of Monologue to the Age of Dialogue, 1990.
    Co-authored with John B. Cobb, Jr., Monika Hellwig, and Leonard Swidler.
  • Pluralism and Oppression: Theology in World Perspective, 1990. Edited.
  • One Earth Many Religions: Multifaith Dialogue and Global Responsibility, 1995.
    Deutsch: Die Zukunft der Erde. Die gemeisname Verantwortung der Religionen.
  • Mit einem Vorwort von Hans Küng. München: Kösel 1998
  • Jesus and the Other Names: Christian Mission and Global Responsibility, 1996.
  • The Uniqueness of Jesus: A Dialogue with Paul Knitter, 1997.
    Edited by Leonard Swidler and Paul Mojzes.
  • Faith, Religion and Theology: A Contemporary Introduction, 1997.
    Co-authored by Brennan Hill and Williams Madges.
  • Horizonte der Befreiung. Auf dem Weg zu einer pluralistischen Theologie der Religionen.
    Hg.: Bernd Jaspert. Frankfurt/M.: Lembeck / Paderborn: Bonifatius 1997
  • Introducing Theologies of Religions, 2002.
  • Subverting Greed: Religious Perspectives on the Global Economy, 2002.
    Edited with Chandra Muzaffar.
  • Without Buddha I Could Not Be a Christian, 2009.
    Deutsch: Ohne Buddha wäre ich kein Christ. Freiburg u.a.: Herder 2012


Rz-Knitter-Buddha-Christus-Einl, 31.12.12, bearb. 16.04.2017    CC