Mittwoch, 27. Juni 2018

Salzburger Theologische Studien - interdisziplinäre Entdeckungen

Signet des Tyrolia-Verlags
Die Reihe „Salzburger theologische Studien“ erscheint im Tyrolia-Verlag seit den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Inzwischen wurden über 60 Bände veröffentlicht. Diese Studien werden von den Professoren der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Salzburg herausgegeben. Die Reihe steht Dissertationen und Habilitationen, aber auch Sammelbänden aus allen Fachbereichen der Theologie offen. 2003 wurde die Unterreihe „Salzburger theologische Studien interkulturell“ eröffnet. 
Einblick in alle bisherigen Bände: hier
Auf einige Titel, die eine besondere interreligiöse Offenheit präsentieren,
sei hier etwas ausführlicher hingewiesen:
Interreligiöse und
 philosophisch-theologische
 Zusammenhänge 
im Weltkontext

  • Grenzgänge

    Philosophische Erkundungen des Christentums

    von Heinrich Schmidinger

    - Salzburger Theologische Studien 61

    2018, 310 S., 2 sw Abb.


  • „Freundschaft“ im
    interdisziplinären Dialog
     

    Perspektiven aus Philosophie, Theologie, Sozialwissenschaften und Gender Studies

    von Angelika Walser 

    - Salzburger Theologische Studien 59

    2017, 260 S.

  • Christlicher Glaube und Islam in Indonesien

    Erfahrungen und Reflexionen zu Mission und Dialog.

    Herausgegeben von Renate Hausner und Ulrich Winkler

    von Franz Magnis-Suseno SJ


    - Salzburger Theologische Studien
                                   interkulturell
    15
    - Salzburger Theologische Studien 5
    3

  • Unterwegs
    zur Quelle des Seins

    Die Relevanz des Lebens und Denkens von
    Henri Le Saux/ Abhishiktananda für die hindu-christliche Begegnung

    von
     Bettina BäumerUlrich Winkler (Hg.) 

    - Salzburger
      Theologische Studien 
    55
    - Salzburger Theologische Studien  interkulturell 17


    2016, 199 S.

  • Zwischen Traum und Wirklichkeit,
    Zeit und Ewigkeit

    Der Mensch als das Wesen des „Zwischen“

    von Wolfgang Speyer 

    - Salzburger Theologische Studien 51 

    • Verlagsinformation
      Was ist der Mensch?
      Was ist die Wirklichkeit?

      In einer Zeit wachsender Differenzierung auf allen Gebieten der Kultur und der Zivilisation ist es notwendig, gegenüber der Analyse auch die Synthese zu Wort kommen zu lassen. Synthese bedeutet, den Blick auf das Wirklichkeitsganze zu richten, also auf den Menschen, die Welt und das Unbedingte, das Geheime-Offenbare und deren Zusammenhang. Den Ausgangspunkt hierfür bietet das nicht weiter hinterfragbare Selbstbewusstsein des denkenden, fühlenden und wollenden Menschen mit seiner personalen Gegenwart auf dem Hintergrund der räumlich-zeitlichen Welt, der sogenannten Realität.
      Die einzelnen Kapitel des Buches über „Zeit und Ewigkeit“, über „Anfang und Ende“, über „Mitte und Zentrum“, über „Mythos und Offenbarung“, über das „Geheime-Offenbare“, über das „Schöne“, über das „Böse“ und über die „Unterwelt“ versuchen von verschiedenen Blickpunkten aus den Zusammenhang des einen Wirklichkeitsganzen im Zusammenspiel von Ewigem und Zeitlichem aufzuweisen. Hierbei wird der Mensch als das Wesen des „Zwischen“ gedeutet. Er steht zwischen dem Traum der Realität oder der Sinnenwelt und der Wirklichkeit des Göttlichen und damit zwischen Zeit und Ewigkeit.
  •  Buddhologie und Christologie

     Unterwegs zu einer
     kollaborativen Theologie

      von John D`Arcy May

    - Theologische Studien interkulturell 14
    - Salzburger Theologische Studien 50

    VerlagsinformationWie können Christen und Buddhisten gemeinsam Theologie betreiben?

    Es gibt heute vielfach Beispiele der Übernahme buddhistischer Meditationspraktiken durch Christen. Manche Christen behaupten sogar, gleichzeitig Buddhisten zu sein. Sozial engagierte Buddhisten sind ihrerseits bereit, bei der Befreiungspraxis oder Friedensarbeit mit Christen zu kooperieren. Gegenseitige Akzeptanz ist also im Ansatz da, aber wie lässt sie sich begründen und erklären? Wenn solche Fragen auftauchen, ist die Stunde der Theologie gekommen. Aber ist es überhaupt möglich, dass Buddhisten und Christen gemeinsam Theologie treiben? Dieses Buch untersucht die Grundlagen einer Zusammenarbeit auf der Ebene dessen, was auch manche Buddhisten neuerdings Theologie nennen. So wie das Christentum im Laufe der Jahrhunderte eine Christologie aufgebaut hat, entstand auch im Buddhismus ein imponierendes Lehrgebäude, das den Namen Buddhologie verdient. Das Buch anvisiert eine „kollaborative“ Theologie, bei der Buddhisten und Christen ihre geistlichen und geistigen Wurzeln gemeinsam reflektieren. Wie lässt sich solche Reflektion durchführen, ohne auf abstrakt-neutrale Distanz zu den je tiefsten Überzeugungen zu gehen? Wie versöhnt man radikal verschiedene Verhältnisse zur Geschichte, wie findet man gegenseitig annehmbare Wahrheitskriterien? Die gemeinsame Arbeit an solchen Fragen ist vielleicht der nächste Schritt über den umstrittenen Pluralismus bzw. Inklusivismus gegenwärtiger
    Religionstheologie hinaus.

  • Christlicher Glaube
    im heutigen Afrika

    Beiträge zu einer theologischen Standortbestimmung

    von Franz Gmainer-Pranzl und
    Rodrigue M. Naortangar SJ

    - Salzburger Theologische Studien 49

    - Salzburger Theologische Studien
                                   interkulturell
    13 

    Verlagsinformation:
    Die Wahl von Papst Franziskus hat es deutlich gemacht: Die meisten Christen leben auf der südlichen Halbkugel der Erde, allein in Afrika sind es annähernd 500 Millionen. Unter den zehn Staaten der Erde mit den meisten Christen scheinen mit Nigeria (81 Millionen), Kongo (63 Millionen) und Äthiopien (53 Millionen) drei afrikanische Länder auf.
    Doch Wachstum ist nicht das einzige Kennzeichen des afrikanischen Christentums. Theologie und Kirche sind in vielen Ländern von tief greifenden Umbrüchen geprägt. Nach kolonial bestimmten Anfängen und einer intensiven Suche nach der eigenen „Kultur“ hat eine Reflexion über den „Ort“ des christlichen Glaubens in Afrika eingesetzt und mit dieser gesellschaftlichen und kirchlichen Transformation setzt sich dieser Sammelband auseinander. Afrikanische und europäische Theologinnen und Theologen unternehmen aus unterschiedlichen Perspektiven eine Standortbestimmung, die (1) ein Licht auf die postkoloniale Realität Afrikas wirft, (2) zentrale Fragen und Problemstellungen systematischer Theologie im afrikanischen Kontext aufzeigt und (3) konkrete Herausforderungen und Entwicklungen des Lebens der christlichen Gemeinden diskutiert. 

José Mariá Vigil:
Theologie des religiösen Pluralismus. 
Eine lateinamerikanische Perspektive.


Herausgegeben von Ulrich Winkler, 

übersetzt von Helene Büchel
 unter Mitarbeit von Reinhard Kirste. 


--- Salzburger Theologische  Studien
                      interkulturell 12
2013, 492 S.

Das spanischsprachige Original, 

das bereits 2005 erschien, sorgte für erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit

 und restriktive Reaktionen im Vatikan:
Teología del pluralismo religioso. Curso sistemático de teología popular.Quito, Ecuador: Abya Yala 2005, 389 S.
Die deutsche Ausgabe hält sich einerseits recht sorgfältig an den spanischen Text, berücksichtigt aber andererseits auch den deutschsprachigen Kon-Text, in dem das Buch nun bekannt werden soll.  Lateinamerika wird in seiner Aufbruchs- und Veränderungssituation insgesamt zu wenig wahrgenommen.
Das hat  den Dogmatiker
 
Ulrich Winkler dazu bewogen, dieses Thema einem breiteren deutschsprachigen Leserkreis nahezubringen. Es ist ein  Versuch, den eigenen Glauben neu zu bedenken. Fragen und Anregungen eröffnen viele didaktische Möglichkeiten. Sie sind unter Rücksprache mit dem Autor zum Teil entsprechend angepasst worden.

Vigil betreibt also eine Theologie des Volkes unter den Kennzeichen der Gerechtigkeit, der Option für die Armen und der Gleichwertigkeit unterschiedlicher religiöser Glaubensweisen. Hier ist wahrhaft noch einiges im religiösen Verständnis nachzuarbeiten, und zwar weltweit! Vigils Buch gibt wichtige Anstöße für theologische Revisionen im Sinne hermeneutischer Neuzugänge. Lateinamerikanische Sichtweisen können gerade den deutschsprachigen Theologien und Kirchen Zukunftsimpulse vermitteln ...
  •  Wege der Religionstheologie

     Von der Erwählung                     zur komparativen Theologie

     von 
    Ulrich Winkler 

     - Salzburger Theologische Studien 46 
     - Salzburger Theologische Studien
                                    interkulturell
    10


    Verlagsinformation
    Die Wege der Religionstheologie führen zu den Schauplätzen ihrer Reflexionsformen und Handlungsfelder. Die besuchten Erkenntnisorte tragen die Problemsignaturen unserer Zeit kultureller und religiöser Pluralität. Die Religionstheologie ist kein vernachlässigbarer Nischendiskurs oder eine lästige Modeerscheinung, die Pluralität anderen religiösen Glaubens bildet vielmehr einen unausweichlichen Verantwortungshorizont der gesamten gegenwärtigen Theologie. 

    Die theologische Denkfigur einer falsch verstanden Erwählung hat bisweilen die Exklusivität des Eigenen gestützt. Gottes Erwählen aber ist vielmehr konkretes Handeln unter den Bedingungen je konkreter Geschichte und drängt auf universale Entgrenzung und Überschreitung. Umkehr ist nötig: Die Juden sind nicht verworfen, und unter den anderen Religionen gibt es Wahrheit, Heiligkeit und Gaben des Heiligen Geistes, sagt das Zweite Vatikanische Konzil. 
    Das Herzstück der vorliegenden Arbeit liegt in der Verschränkung von Israeltheologie und Religionstheologie. Die Klammer wird eröffnet mit einer diskurs- und wissenschaftspolitischen Positionierung von Theologie interkulturell und mündet in die theologische Zukunftsperspektive einer komparativen Theologie und einer spirituellen Fundierung theologischen Reflektierens.
  • Religionskonflikte

    Zur lokalen Topografie eines Globalisierungsphänomens

    von Gregor Maria HoffUlrich Winkler 

    - Salzburger Theologische Studien 42
    -  
    Salzburger Theologische Studien                                           interkulturell 7


    2011, 280 S.

    Schwerpunkte sind Religionskonflikte in Nigeria und Sri Lanka, im Nahen Osten und auf dem Balkan. Leitfragen: Welche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen, welche Verlaufsmuster und Konfliktstrategien lassen sich bestimmen? Wie werden sie medial inszeniert?

  • Unterwegs zu einer christlichen Theologie des religiösen Pluralismus

    von Jacques Dupuis

    - Salzburger Theologische Studien 38
    - Salzburger Theologische Studien interkulturell 5

  •   Trika: Grundthemen 
      des kaschmirischen
      Sivaismus

    von Bettina Bäumer

     - Salzburger Theologische
                                  Studien 
    21

     - Salzburger Theologische
        Studien interkulturell 1

    2008, 216 S.

    Verlagsinformation
    Erstmals in deutscher Sprache: Eine grundlegende Darstellung dieser faszinierenden und wichtigen indischen Philosophie.

    Der kaschmirische Sivaismus [Shivaismus], auch Trika (das triadische System) genannt, ist eine der faszinierendsten religiösen Traditionen Indiens. Er integriert sowohl Philosophie, mystische Theologie und Praxis als auch Ästhetik. Trotz einer umfangreichen Literatur in Sanskrit ist diese Tradition, die zum hinduistischen Tantrismus gehört, im Westen noch weitgehend unbekannt.
    Der Band stellt die erste Einführung in den kaschmirischen Sivaismus in deutscher Sprache dar. In verständlicher Weise erläutert die Autorin Grundthemen dieser Tradition wie „universelle Harmonie“, „göttliche Energie“, „die spirituellen Wege“ etc. Weiters gibt sie Impulse für einen Dialog zwischen christlicher und divaitischer Mystik, der erst noch am Anfang steht. Diese Begegnung kann zu einer Bereicherung der mystischen Theologie und Praxis des Christentums beitragen.
  •  Weltkirche und Weltreligionen

     Die Brisanz des Zweiten 
     Vatikanischen Konzils 40 Jahre
     nach Nostra Aetate


    von Josef SinkovitsUlrich Winkler 

    - Salzburger Theologische Studien 28 

    - Salzburger Theologische Studien
                                     interkulturell


    2007, 368 S.

    Verlagsinformation:
    Über den Stand
    des interreligiösen Dialoges
    40 Jahre nach „Nostra Aetate“.


    Mit „Nostra Aetate“ hat 1965 erstmals ein Konzil eine Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den anderen Religionen verabschiedet. Das Zweite Vatikanum spricht ihnen eine theologische Würdigung aus und mahnt zur „Anerkennung, Wahrung und Förderung“ der „geistlichen und sittlichen Güter“ der Religionen. Damit versteht die Kirche ihre Sendung der Förderung der Menschheitssolidarität neu. Sie lernt das Evangelium und sich selbst in der Welt von heute von den anderen her zu begreifen und wandelt sich damit zur Weltkirche.
    Der interreligiöse Dialog stellt eine tiefe religiöse Herausforderung für die Kirche dar, die Wahrheit des eigenen Glaubens vor und mit der Wahrheit anderer Religionen zu präsentieren und gleichzeitig der Schuld und den Differenzen nicht auszuweichen. 
    Hochrangige Vertreter der katholischen Kirche und anderer Religionen bündeln in diesem Band die Standpunkte von „Nostra Aetate“ und fragen nach der Bedeutung des interreligiösen Dialogs für die religiöse Praxis der Weltkirche. Leistet die Erklärung auch vor Ort einen konkreten Beitrag zur Entschärfung brisanter Konfrontationen? Der Konfliktherd im ehemaligen Jugoslawien wird als Erstfall der Bewährung theologischer Errungenschaften herangezogen.
  • Verstehen durch Berühren 

    Interreligiöse Hermeneutik am Beispiel des nichtdualistischen Śivaismus von Kaschmir

    von Ernst Fürlinger 

    - Salzburger Theologische Studien 29

    - Salzburger Theologische Studien interkulturell 4

    2006, 451 S., Abb.

Dienstag, 26. Juni 2018

Schnittstellen - Wissenschaft, Kunst, Literatur, Religion

Heinrich Schmidinger: Grenzgänge. Philosophische Erkundungen des Christentums

Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Salzburger Theologische Studien - 61

Innsbruck-Wien: Tyrolia 2018, 310 S., 2 sw Abb.

--- ISBN 978-3-7022-3731-8 --- 
  • Wege und Kreuzungen zwischen Theologie, Philosophie, Kunst und Literatur

    „Teilung: das ist ein andres, ein fleißiges Wort. Es nimmt vieles ab, das Denken nicht zuletzt.“ (Ingeborg Bachmann) Wo das unvermeidliche Teilen überhand nimmt, wo ausschließlich differenziert wird, mag man sich leichter tun. Zugleich bleibt jedoch Entscheidendes auf der Strecke – das Denken nicht zuletzt. Damit dergleichen nicht geschieht, kommt es auf Grenzgänge an, die in die Schnittbereiche der Wissenschaften, aber ebenso in Grenzgebiete von Wissenschaft, Kunst, Literatur und Religion führen. Das Interesse dieser Grenzgänge ist auf das Christentum gerichtet – auf die geistigen Impulse, die nicht nur inhaltlich, sondern auch in ethischer und ästhetischer Hinsicht aus ihm hervorgehen. Dies geschieht in Form von Erkundungen, die im Blick auf das Christentum philosophisch Standpunkt beziehen.

Montag, 25. Juni 2018

Der Gebrauch der Bibel in den Quellen der Kreuzritter

Elizabeth Lapina
and 
Nicholas Morton (eds.): 
The Uses of the Bible
in Crusader Sources

Serie: Commentaria, Band: 7
Leiden: Brill 2017, 498 pp.

ISBN: 
978-90-04-28492-0
The Uses of the Bible in Crusader Sources sets out to understand the ideology and spirituality of crusading by exploring the biblical imagery and exegetical interpretations which formed its philosophical basis. Medieval authors frequently drew upon scripture when seeking to justify, praise, or censure the deeds of crusading warriors on many frontiers. After all, as the fundamental written manifestation of God’s will for mankind, the Bible was the ultimate authority for contemporary writers when advancing their ideas and framing their world view. This volume explores a broad spectrum of biblically-derived themes surrounding crusading and, by doing so, seeks to better comprehend a thought world in which lethal violence could be deemed justifiable according to Christian theology. 

Contributors are:
Jessalynn Bird, Adam M. Bishop, John D. Cotts, Sini Kangas, Thomas Lecaque,
T. J. H. McCarthy, Nicholas Morton, Torben Kjersgaard Nielsen, Luigi Russo, Uri Shachar, Iris Shagrir, Kristin Skottki, Katherine Allen Smith, Thomas W. Smith, Carol Sweetenham, Miriam Rita Tessera, Jan Vandeburie, Julian J. T. Yolles, and Lydia Marie Walker.