Mittwoch, 18. Januar 2017

Míkel de Epalza - Promotor des Iberischen Trialogs in der Geschichte (aktualisiert)



Ein wichtiger Vorreiter zum Verstehen der  multikulturellen und multireligiösen Geschichte der Iberischen Halbinsel war der Religionswissenschaftler und Arabistik-Spezialist Míkel de Epalza Ferrer (1938-2008) von der Universität Alicante. Seine international  geschätzten Forschungen zur Mittelmeer-Geschichte in der Auseinandersetzung von Christen, Muslimen und Juden sind bis heute in Deutschland wenig bekannt. 



In diesen Zusammenhang gehört auch die langjährige Herausgeberschaft des 
Jahrbuchs Sharq al-Andalus ( = orientalisches Andalusien) zu Studien der
 “Mudéjares” und der “Moriscos”. 
  • Mudéjares waren Muslime, die unter christlicher Herrschaft ihre Religion weiter ausüben konnten.
  • Morisken waren z.T. zwangsgetaufte Muslime unter christlicher Herrschaft
    und Nachfahren der Muslime nach der Conquista 1492).

Mit einigen weiteren Fachkollegen übersetzte Epalza zum ersten Mal den
Koran ins Katalanische (2008) --- Details in spanischer Sprache: hier

Publikationen von Míkel de Epalza in deutscher Sprache 
Weitere Texte
  • Artikel von Míkel de Epalza (Auswahl, spanisch)
  • Míkel de Epalza / Suzanne Guellouz: Le Cid. Personnage historique et littérarire.
    Paris: Maisonneuve & Larose 1983, 261 S.
    mit 65 Originaltexten
  • Überlegungen zum religiösen Pluralismus und zur Toleranz
    auf der Iberischen Halbinsel im Mittelalter

    --- (RIG 4/1996, S. 365-378)
  • Arabisch-spanische Symbiose –
    der Schriftsteller Anselm Turmeda / At-Tardjuman
    (RIG 5/1998, S. 280-292)
  • García Gómez und die Autorschaft des Barnabas-Evangeliums
    (RIG 6/2000, S. 85-97)
  • Situationen von sozioreligiöser "Konversion"
    in den iberischen Gesellschaften vom 5.-20. Jahrhundert
    (RIG 6/2000, S. 169-181)
  • Die Aktualität von Anselm Turmeda
    in der islamisch-christlichen Polemik in Frankreich und in Katalonien
    (RIG 6/2000, S. 182-192)   
 

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