Dienstag, 16. Januar 2018

J.J. Tamayo: Theologien des Südens - die Abkehr vom Kolonialismus


Juan José Tamayo: 
Teologías del Sur. 
El giro descolonizador
Madrid: Editorial Trotta 
2017, 252 pp. 
--- ISBN 978-84-9879-707-7

 Übersetzung der spanischen Verlagsinformation 
Ausführliche Besprechung
in Vorbereitung
Dieses Buch stellt einen konsequenten Gang durch die weltweiten Theologien des Südens dar: afrikanisch, lateinamerikanisch, traditional und schwarz-amerikanisch (der USA). Dabei werden die Kontexte in ihren bedeutendsten Tendenzen berücksichtigt: feministisch, ökologisch, im Blick auf die Theologien der Befreiung und die Thelogien der Religionen. Es handelt sich hierbei um herausragende theologische Konzepte: gegen Hegemonien un dschöpferisch in alternativen Diskursen, die darauf abzielen, die großen Herausforderungen der Gegenwart zur Sprache zu bringen: Kolonialismus, Patriarchat, erkenntnistheoretisch sich begründender Rassismus, Kapitalismus, Missachtung der Natur, Krisis der Demokratie und schließlich Fundamentalismen aller Art. Durch ihre engagierten Nachforschungen überschreiten diese Theologen bisherige Grenzen und bahnen neue Wege des interkulturellen, interreligiösen, interethnischen und interdisziplinären Dialogs.
Nach den Anfängen seines Theologisierns folgten mehhr und mehr dialogischen Wegbeschreibungen. Sie rissen den Autor aus dem dogmatischen Schlaf. Weil Tamayo den bequemen Standort in der europäischen Moderne aufgab, wurden ihm neue Erkenntnishorizonte eröffnet.  Das Bewusstsein vom Überleben des Kolonialismus und dem Fehlen eines weitergehenden Entkolonisationsprozesses haben in ihm den Wunsch nach einem innovatorischen Voschlag eines Paradigmenwechsels ausgelöst, und zwar als theologische Narrative unter der Perspektive einer Abkehr vom Kolonialismus.  Diese Wendung hinterfagt den Eurozentrismus und berücksichtigt die Verschiedenheit der geo-kulturellen, politischen und religiösen Szenarien. 
Juan José Tamayo stellt sein neues Werk übrigens im Blog vom Amerindia vor.
Man kann diesen Artikel hier lesen Link zum Blog - este enlace. 

Reseñas y criticas / Rezensionen  und Kritiken

 CC

Das Barnabas-Evangelium - eine Chance für den christlich-islamischen Dialog? (aktualisiert)

Cover: Turban-Verlag Bonndorf 1994 
Die türkische Regierung präsentierte im Jahre 2012 ein bisher geheim gehaltenes Dokument des "Barnabas-Evangeliums". Das Buch, in Leder gebunden, soll etwa 1500-2000 Jahre Jahre alt sein. Es wurde allerdings bereits 1984 bei einer Polizeiaktion in der Südosttürkei entdeckt.
Diese Geschichte intensivierte die von muslimischer Seite immer wieder vertretene Behauptung, dass es sich hier um ein originales christliches Evangelium handele. Allerdings werden dort von den klassischen vier Evangelien abweichende Ansichten vertreten.
Auch in der 1994 erschienenen einzigen deutschen Übersetzung des Textes wird sehr deutlich diese islamische Position aufgenommen, wie die Überschrift schon ankündigt:
Das Barnabas-Evangelium. Wahres Evangelium Jesu, genannt Christus, eines neuen Propheten, von Gott in die Welt gesandt, gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels.


Ein  erster Überblick
Es sind schon lange zwei Manuskripte des Barnabas-Evangeliums (BE) bekannt, ein vollständig italienisches in der Nationalbibliothek Wien und ein spanisches in der Universität Sydney.
Details: Wikipedia.en
Diese Texte wurden lange von
christlichen Forschern als Fälschung abgetan.
Ausgabe Oxford 1907
mit durchscheinendem Faksimile
 des Exemplars der Handschrift
aus derWiener Nationalbibliothek, S. 132

Lässt man all die religiösen Parteinahmen für oder gegen den Text beiseite, so gehen die meisten Forscher inzwischen auf Grund  historischer- und literarkritischer Analysen nicht von einer bewussten Fälschung aus, sondern vielmehr von der schwierigen Situation iberischer Morisken, d.h. spanischer Muslime unter christlicher Herrschaft nach 1492.

Weiteres: Die Iberische Halbinsel nach 1492 unter christlicher Herrschaft:
Mudejaren und Morisken


Eine Reihe international renommierter Forscher haben sich mit diesem Text und seiner Herkunft befasst. Es seien nur genannt: Henry Corbin,
Luigi Cirillo und Michel Frémaux,
Jacques Jomier OPJan Joosten  sowie unten ausführlicher dargestellt: 1. Jan Slomp,
2. Christine Schirrmacher, 3. Gerard.A. Wiegers, 
4. Míkel de Epalza und
5. Luis Bernabé Pons.
 

Das Ergebnis findet sich in dem 2017 erschienenen Band:
David Thomas / John Chesworth (eds.): Christian-Muslim Relations. 
A Bibliographical History. Vol. 9. Western and Southern Europe (1600-1700). 
Leiden/Boston: Brill 2017 (Print und Online)
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe: hier



1. Jan Slomp
Der reformierte Pfarrer Jan Slomp (geb. 1932) war von 1977-1993 Islambeauftragter der Reformierten Kirchen der Niederlande. Viele Jahre arbeitete er auch als Sekretär und dann Vorsitzender des "Islam-in-Europa-Komitees" der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (C.C.E.E.). Bereits 1997 hatte er einen präzisen Überblick zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung um das Barnabas-Evangelium vorgelegt:
The Gospel of Barnabas in Recent Research.
Islamochristiana 23 (1997), 81-109: Der vollständige Text (in CIG e.V.): hier
1998 fasste er zusammen:
Das Barnabas-Evangelium - zur Forschungslage.
In: Reinhard Kirste / Paul Schwarzenau / Udo Tworuschka (Hg.): Die dialogische Kraft des Mystischen. Religionen im Gespräch Bd. 5 (RIG 5). Balve: Zimmermann 1998, 624-625
Der Text zum Download: hier

Nach 20 Jahren weiterer Recherche legt er nun seine Schlussbilanz vor: 
The Gospel of Barnabas.
In: Christian-Muslim Relations. A Bibliographical History (CMRBH).
Vol. 9: Western and Southern Europa (1600-1700). Leiden/Boston: Brill 2017, pp. 671-688

"The argument for a Morisco origin 
can explain all aspects and most of the details of the text"
(p. 676)


Eine persönliche Bilanz von Jan Slomp:
 "
Ich fasse zusammen: Luis Barnabé Pons und Gerard Wiegers studieren die  Morisco-Ursprungsgeschichte des BE . Sie schreiben nicht über die Wirkungsgeschichte, sie erwähnen diese nur. Christine Schirrmacher recherchiert vor allem die Wirkungsgeschichte. Ich studierte Ursprung und die Wirkung und habe beide verbunden in CMRBH.  Christine Schirrmacher (1992) und Luis  Bernabé Pons (1998) haben Dissertationen über das EB geschrieben. Sie haben dafür auch  mein Material benützt. Weil ich ja schon 1973 in Pakistan mit den Nachforschungen anfing. Mein Ressource war damals vor allem Jacques Jomier OP und später auch Mikel de Epalza. Mit ihnen hat sich eine Freundschaft entwickelt. Weil ich jetzt 85 bin,  höre ich auf. Gerard Wiegers, Christine Schirrmacher und Luis Bernabé Ponst sind viel jünger und arbeiten weiterhin an diesem Thema."


2. Christine Schirrmacher
Die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher (geb. 1962) von der Universität Bonn hatte bereits in ihrer Dissertation die Debatte auch im deutschen Sprachraum in Bewegung gesetzt:
Mit den Waffen des Gegners. Christlich-muslimische Kontroversen im 19. und 20. Jahrhundert. (Dissertation) Klaus-Schwarz-Verlag, Berlin 1992
Abstract bei Cambridge University Press: hier

Anlässlich der deutschen Ausgabe des Barnabas-Evangeliums 1994 durch den islamischen Turban-Verlag in Bonndorf (Schwarzwald), gab Christine Schirrmacher einen Gesamtüberblick: "Wurde das wahre Evangelium Christi gefunden?"
Der Artikel im Institut für Islamfragen: hier

Dort heißt es u.a.: 
"Das heute vorliegende Barnabasevangelium enthält islamisches Gedankengut, das - obwohl außer von der Person Muhammads nirgends offiziell vom Islam die Rede ist - stark an den Koran und die muslimische Überlieferung erinnert. Da der Islam erst im 7. Jahrhundert n. Chr. entstand, kann das Evangelium nicht aus frühchristlicher Zeit stammen ... Aussagen des Barnabasevangeliums sind zudem mit der Geschichte und Geographie Palästinas unvereinbar, so daß es kaum vorstellbar scheint, der Autor des Barnabasevangeliums könnte in Palästina gelebt haben. Darüber hinaus fehlt eine verläßliche Quelle, die vor dem Beginn des 18. Jahrhunderts von dem Inhalt des Barnabasevangeliums berichtet. Aber auch darüberhinaus sprechen etliche Anhaltspunkte aus dem Text selbst für ein spätmittelalterliches oder frühneuzeitliches Abfassungsdatum zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert."

3. Gerard A. Wiegers
Der niederländische Religionswissenschaftler Gerard A. Wiegers (Universität Amsterdam) hat mit ziemlicher Sicherheit nachgewiesen, dass der Autor des Barnabas-Evangeliums (BE) ein gewisser Alonso de Luna ist. Seine Emigration als Moriske führte ihn bis nach Rom und Istanbul. 

Martin Mulsow beschreibt den Nachweis von G.A. Wiegers, nämlich dass Alonso de Luna als Autor des BE höchstwahrscheinlich in Frage kommt.
In: Herbert Jaumann (Hg.): Diskurse der Gelehrtenkultur in der frühen Neuzeit. (Berlin: De Gruyter 2010), 
S. 458f. Wichtiger Belegtext: 
G.A. Wiegers: ‘The persistence of Mudejar Islam? Alonso de Luna, the “Lead Books” and the Gospel of Barnabas’ In: Medieval Encounters, 12(3) 2006, pp. 498-518.
Beitrag auf academia.edu: hier


4. Míkel de Epalza
Der Religionswissenschaftler und Arabist
Míkel de Epalza
Das Moriskenproblem zum Beginn
der Herrschaft Philipps II. (1527-1598).
Teruel:
Centro de Estudios Mudéjares 2010
(1938-2008)  von der Universität Alicante gehört zu den Promotoren des christlich-islamischen Dialogs. Er forschte intensiv über die religiös-politische Situation im Zusammenhang der "reconquista" auf der Iberischen Halbinsel. Zum Barnabas-Evangelium hielt er resümierend fest:

 "Der Jesus des Barnabas-Evangeliums ist ein vollständiges Jesusbild von Muslimen für Christen innerhalb der unterdrückerischen Koordinaten der spanisch-katholischen Gesellschaft ...,
eine muslimische Kopie des christlich-evangelischen Bildes. Es ist im Grunde ein islamisches, in der Form verchristlichtes Bild, das einzige, das die spanischen Muslime bekennen konnten, die vor den Augen ihrer katholischen Mitbürger im Spanien der Habsburger wie Christen zu leben gezwungen waren."

Míkel de Epalza - Schlussabschnitt
 "Ein Evangelium gemäß dem Islam ..."

Aus: Jesus zwischen Juden, Christen und Muslimen.
Frankfurt/M.: Lembeck 2001/2002, 2. Aufl., S. 151
--- 
Gesamttext als PDF: hier



5. Luis Bernabé Pons


Der Islamwissenschaftler Luis F. Bernabé Pons (geb. 1963) hat lange an der Universität Alicante mit Míkel de Epalza zusammen gearbeitet. Er  sieht den Ursprung des Textes ziemlich eindeutig in Granada nach der "reconquista" angesiedelt. 
Mit seiner Doktorarbeit 1995 sicherte er seine Thesen umfänglich ab und führte damit auch die Forschungen von Míkel de Epalza weiter:
El Evangelio de San Bernabé.
Un evangelio islámico espa
ñol. 
Universidad de Alicante 1995, 260 S.


Diese Ergebnisse stellte er als Kommentar zu der von ihm edierten spanischen Ausgabe des Barnabas-Evangeliums voran:  
El texto morisco del Evangelio de San Bernabé. 
Granada: Universidad de Granada 1998, 312 S.,
davon 52 S. Kommentar.
 


Weitere Informationen:
Die Bedeutung der Iberischen Halbinsel für den Trialog



CC

Sonntag, 14. Januar 2018

Religionspädagogische Informationen, Zeitschriften und Materialien im Internet - mit aktuellen Ausgaben

Aktuelle religionspädagogische Debatten, Grundsatzfragen, Informationen zum Religionsunterricht und zum interreligiösen Lernen - weitgehend im deutschsprachigen Raum - findet man in einer Reihe von regelmäßig erscheinenden Zeitschriften und Bildungsangeboten. Sie sind leicht im Internet erreichbar.
Es eröffnen sich zugleich viele Möglichkeiten der Recherche
 für die eigene Unterrichtsvorbereitung.

9 WEGE ZUM LERNEN


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Weitere Zeitschriften und Materialien
 Religionspädagogik und Religionsunterricht

Die Iberische Halbinsel nach 1492 unter christlicher Herrschaft: Mudejaren und Morisken (aktualisiert)

Im Zusammenhang der "reconquista" waren große Teile der Iberischen Halbinsel seit dem  13. Jahrhundert wieder unter christliche Herrschaft geraten. Muslime konnten dort oft ihren Glauben weiter praktizieren, waren jedoch auch Diskrimierungen oder auch Verfolgungen ausgesetzt. Man nennt die Muslime in christlichen Gebieten mudéjares (Mudejaren). 
Selbst nach 1492 brach die islamisch-jüdische Kultur trotz des brutalen Eingreifens der katholischen Könige nicht zusammen, sondern lebte in mancherlei vermischten (christlichen) Formen fort. Das hängt auch damit zusammen, dass nicht überall die Muslime vertrieben wurden, sondern durchaus vor Ort weiterleben und arbeiten konnten. 

Natürlich nahmen die Zwangsbekehrungen zu. Diese Gruppe der Konvertiten (= conversos) nennt man moriscos (Morisken)
Sie praktizierten auch ihren alten islamischen Glauben teilweise im Geheimen weiter, bis es wieder zu einer Verfolgung oder Vertreibung kam. Interessant ist dabei, wie lange sich dieser Prozess hinzog. In Aragon kam es erst 1609-1611 zu einer größeren Deportation der Morisken.

Mehr zur religionsgeschichtlichen Bedeutung der 
Iberischen Halbinsel für den Trialog: hier

Die Aufarbeitung dieser komplexen Problematik geschieht u.a. im
Centro de Estudios Mudéjares in Teruel
, das mit der Universität Alicante verbunden ist.


Das Institut organisierte dazu bisher 13 internationale Symposien (seit 1975):
Symposio Internacional de Mudejarismo I - XIII
--- Vgl. besonders: --- XI Simposio Internacional de Mudejarismo. Actas.
Teruel, 18-10 de septiembre 2008. Teruel: Centro de Estudios Mudéjares 2009

Die Publikation Sharq al-Andalus. Estudios Mudéjares y Moriscos (seit 1995) ging aus der Zeitschrift
Sharq al-Andalus. Estudios Árabes (seit 1984) hervor.
Sie hat sich zu einem umfangreichen Jahrbuch geworden.


  • Mehr zu den Jahrbüchern "Sharq al-Andalus": hier 
  • Vorstellung von "Sharq al-Andalus" (deutsch): hier
  •   
    Beiträge von Luis Bernabé Pons (Universität Alicante)
    Weitere Literatur

    • María Soledad Carrasco Urguiti: El problema morisco en Aragón al comienzo del reinado de Felipe II. Estudio y apéndices documentales. Teruel: Centro de estudios Mudéjares 2010, 185 pp., índice  
    • Ana Echavarría Arsuaga:
      Hermanos y cofrades en la aljama de Toledo
      al principio del siglo XV 

      --- 
      Anaquel de Estudios Árabes 2015, vol. 26 163-185 (über academia.edu)
       


  • Trevor J. Dadson: Los moriscos de Villarubia de los Ojos
    (siglos XV-XVIII)
     
    Historia de una minoría asimilada, expulsada y reintegrada. Madrid / Frankfurt, Iberoamericana / Vervuert 2015, 2. rev. und aktualisierte Aufl., 864 S.
    --- Inhaltsverzeichnis / Indice
    --- Einleitung / introducción

      • Jocelyne Dakhlia / Bernard Vincent (dir.): Les musulmans dans l'histoire de l'Europe.
        Paris: Albin Michel

        --- I. Une intégration invisible (2011), 652 S.

        --- II. Passages et contacts en Méditerranée (2013), 656 S.
      • Fritz: Heimann: Tod oder Taufe. Vertreibung der Juden aus Spanien und Portugal.
        Hg., kommentiert und mit einem Vor- und Nachwort versehen von Julius Schoeps.

        Frankfurt/M.: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 1992, 180 S. 
      • PETRUS MARTYR ANGLERIUS: Legatio Babylonica. Die Gesandtschaft nach Babylon. Edition, Übersetzung und Kommentar von Hans Heinrich TODT. Corpus Islamo-Christianum. Series Latina, Bd. 8. Wiesbaden: Harrassowitz 2015, 450 S., Abb., Index nominum
        --- Verlagsinformation mit Inhaltsverzeichnis: hier

        --- Rezension: hier
      • SCHMAUDER, Andreas / MISSFELDER, Jan-Friedrich (Hg.):
        Kaftan, Kreuz und Kopftuch. Religiöse Koexistenz im urbanen Raum
        (15.-20. Jahrhundert).
        44. Arbeitstagung.
        Stadt in der Geschichte Bd. 35. Ostfildern: Thorbecke 2010, 340 S.

        Rezension in "Sehepunkte" vom 15.04.2011

      Thematische Reisewege durch die Mudejar-Kunst

      Die Bleibücher vom Saromonte in Granada
      Eine seltsame Geschichte von Rechtfertigungen
      in islamischem Interesse:

      CC



      LITERATUR - Multikulturelles und multireligiöses Mittelalter: Iberische Halbinsel und Mittelmeerraum (aktualisiert)


        • Roger Arnaldez: A la croisée des trois monothéismes.Une communauté de pensée au Moyen-Age.
          --- 
          Paris: Albin Michel  1993, 447 pp., index
        • Abdurrahman Badawi: La transmission de la philosophie grecque
          au monde arabe. 
          Études de Philosophie Médiévale LVI --- Paris: J. Vrin 1987, 2ème éditom, revue et augmentée, 213 pp. 
        • Études de Philosophie Médiévale
        • Literatur von und über MAIMONIDES  (in Vorb.)
        • L. Benavides Barajas: Al-Andalus. El cristiansmo, 
          mozárabes y muládies. Dulcinea 1995, 119 pp., illustraciones
        • Christoph Bürgel (Fabian Käs, Hg.): Ärztliches Leben und Denken im arabischen Mittelalter.
          Leiden (NL): Brill 2016, 510 pp.
        • Alvaro Campaner y Fuertes: La Dominación Islamita en las Islas Baleares.
          --- 
          Prológo de G. Rossello Bordoy ---  Informe crítico: Francisco Codera y Zaidin. 

          Palma de Mallorca: Govern Balear / Miquel Font 1989, 2. Aufl., 327 S. 
          (ausführliches Inhaltsverzeichnis)
        • Jessica A. Coope: The Martyrs of Córdoba. Community and Family Conflict
           in an Age of Mass Conversion.
          Lincoln (USA)/ London: University of Nebraska Press 1995, XIV, 113 pp., index
          Frank R. Trombley: Inhaltliche Zusammenfassung, in:

          Journal of Early Christian StudiesVolume 4, Number 4, Winter 1996pp. 581-582
        • Louis Cardillac (dir.): Tolède, XIIe - XIIIe. Musulman, chrétiens et juifs: Le savoir et la tolérance.
          Paris: Autrement - Série Mémoires, no. 5, 991, 277 pp., annexes
      •  
      • Pierre Guichard / Denis Menjot (dir.): Pays d'Islam et Monde Latin. Xe - XIIIe siècle.
        Textes et documents. Collection d'histoire et d'archéologie médiévales 8.
        Presses Universitaires de Lyon 2000, 295 pp.
      • Serge Gruzinski: Quelle heure est-il là-bas?
        Amérique et islam à l'orée des Temps modernes.

        Paris: Seuil 2008, 227pp.

        [Übersetzungen bereits in mehrere (außereuropäische) Sprachen]

        Amerika und der Islam am Beginn der Moderne
        Blicke vom Osmanischen Reich in die Neue Welt und
        von Mexiko auf das Türkische Imperium ---
        Rezension: hier
      • Wiebke Deimann:
        Juden, Christen und Muslime im mittelalterlichen Sevilla.

        Religiöse Minderheiten unter muslimischer und christlicher Dominanz
        (12.-14. Jh.) 
        Berlin: LIT 2012
        ---
        Rezension von Wolfram Drews, Universität Münster
        --- Rezension von Christoph Auffarth,
            Universität Bremen 
      •  
      • Hussein Fancy: The Last Almohads.
        Universal Sovereignty between North Africa and the Crown of Aragon.
        Medieval Encounters 19 (2013), 102-136
      • Godfrey Goodwin: Islamic Spain. Architectural Guides for Travellers. London: Penguin 1990, , 150 pp., index
      • Frank Griffel: “Theology Engages With Avicennan Philosophy:
        al-Ghazālī’s Tahāfut al-falāsifa and Ibn al-Malāḥimī’s Tuḥfat al-mutakallimīn.”
        In: Sabine Schmidtke (ed.): Oxford Handbook of Islamic Theology.
        Oxford University Press 2016, pp. 435-455
        mit
        Inhaltsverzeichnis aller Artikel des Handbuches
      •  Raúl Gomez-Ruiz, S.D.S.  Mozarabs, Hispanics and the Cross. 
        ---- Maryknoll, NY: Orbis 2007, XVII, 252 pp., index
      • Leonard Patrick Harvey: Islamic Spain 1250 to 1500.
        The University of Chicago Press [1990] 1992, 370 pp., index
      • Michelle Hobart (ed.): A Companion to Sardinian History, 500 - 1500
        Leiden (NL): Brill 2017, 624 pp.
      • Peter Christian Jacobsen (Hg. und Übersetzer):
        Die Geschichte vom Leben des Johannes, Abt des Klosters Gorze
         (Lothringen).
          
        Monumenta Germaniae Historica ... editi 81. Wiesbaden: Harrassowitz 2016, X, 629 S. 
        (mit dem Bericht der Legationsreise nach Córdoba im Auftrag Ottos I.)
      • Jean Jolivet: Philosophie médiévales arabe et latine.
        Études de Philosophie Médiéval LXXIII. Parus: J. Vrin 1995, 320 pp.
      • Gerd Kampers: Geschichte der Westgoten. Paderborn: Schöningh 2008
      • Daniel G. König: Arabic Islamic Views of the Latin West:
        Tracing the Emergence of Medieval Europe.Oxford University Press (UK) 2015, 446 pp.
        Review by Harry Munt (University of York)
        --- In: Institute of Historical Research London
      • Carlos  Laliena /  Philippe Senac: Musulmans et Chrétiens dans le Haut Moyen Age: 
        Aux Origines de la Reconquête Aragonaise. Voies de l'Histoire. 
        Montrouge (F): Minerve 1991, 215 S., Register
      • Abdelwahab Meddeb / Benjamin Stora (dir.):
        Les relations entre juifs et musulmans. Des origines à nos jours.
        Paris: Albin Michel 2013, 1200 S., etwa 250 Abb.
        --- Ausführliche Verlagsinformation
      • Alain de Libera: La philosophie médiévale. Paris: PUF  1993, 527 pp., ,index
        Rezension von Hissette Roland (Persée 1998, vol. 96, no. 2, pp. 310-313)
      • Alain de Libera: Penser au Moyen Âge. Paris: Seuil 1991, 413 pp., index ----- Deutsche Ausgabe: Denken im Mittelalter. München: Wilhelm Fink 2003, 310 S.

        • MEYERSON, Mark D.: The Muslims of Valencia
          in the Age of Fernando and Isabel.

          Between Coexistence and Crusade.
          Berkeley, CA u.a.: Univ. of California Press 1991, _XII, 372 S., Register, Abb.
         
      • Christophe Picard: Le Portugal musulman (VIIIe-XIIIe siècle).Occident d'al-Andalus 
        sous domination islamique. ---  Paris: Maisonneuve & Larose 2000, 422 pp., index
      • Christophe Picard: la mer des califes
        Une histoire de la Méditerranée musulmane
        (VIIe - XIIe siécle)
        Paris: Seuil 2015, 371 S. Karten, Zeittafeln, Personenregister
      • Ivan Pochshajew: Die Märtyrer von Córdoba.
        Christen im muslimischen Spanien des 9. Jahrhunderts
        Frankfurt/M.: Lembeck 2007, 202 S. 
      • David Peláez Portales: La Administración de Justicia en la Espana musulmana.
        Córdoba: El Almendro 1999, 127 pp.
      •  James M. Powell (ed.): Muslims under Latin Rule. 1100 - 1300. 
        Princeton University Press 1990, 221 pp., index
      • María Roso Menocal: L'Andalouse arabe. Une culture de la tolérance. 
        VIIIe - XVe siècle.

        Collection Mémoires, no. 92. Paris: Éditions Autrement 2003, 247 pp.
        --- Rezension in: La Cliothèque, 06.09.2003
      • Flocel Sabaté (ed.): The Crown of Aragon.
        A Singular Mediterranean Empire.
        Leiden (NL): Brill 2917, 608 pp., illustr.
      • Diego R. Sarrió Cucarella: Muslim-Christian Polemics
        across the Mediterranean.

        The Splendid Replies of Shihāb al-Dīn al-Qarāfī (d. 684/1285).
        --- Leiden: Brill 2015, XII, 368 pp. 

        Verlagshinweise: hier
      • Philippe Sénac:  Charlemagne et Mahomet en Espagne
        (VIIIe - IXe siècles)
         --- Collection "Folio Histoire". Paris Gallimard 2015, 437 p.
      • TUCOO-CHALA, Pierre: Quand l'Islam était aux portes des Pyrénées.
        De Gaston IV le croisé à la croisade des Albigeois (XIe - XIIIe siècles).
        Biarritz (Frankreich): J & D Editions 1994, 285 S., Abb. Karten 

      •  Abdel Magid Turki: Théologiens et juristes de l'Espagne musulmane – aspects polémiques. Islam d'hier et auhoud'hui,  Bd. 16.
        --- 
        Paris: Maisonneuve & Larose 1982, 373 S.
      • Dominique Urvoy: Penseurs d’Al-Andalus. La vie intellectuelle a Cordove et Seville
        au temps des empires berbers 
        (Fin Xie siècle – début XIIIe siècle).
        Paris: CNRS / Presses Universitaires du Mirail 1990, 212 S., index des auteurs
      • Dominique Urvoy: Les penseurs libres dans l'islam classique. L'interrogation sur la religion chez les penseurs arabes indépendants. Paris: A. Michel 1996 . – Taschenbuchausgabe bei  Champs / Flammarion, TB 528, 2002.  
      • Monika Walter: Der verschwundene Islam?
        Für eine andere Kulturgeschichte Westeuropas.

        Paderborn: W. Fink 2016, 533 S., Autorenverzeichnis
        Besprechung in Deutschlandradio Kultur ---  (09.11.2016)--- Ausführliche Rezension in Vorbereitung