Sonntag, 23. September 2012

Jacques Dupuis und der religiöse Pluralismus

Der belgische Jesuit Jacques Dupuis (1923-2004) ist durch sein theologisches Engagement bei der Begegnung der Religionen bekannt geworden.
1989 erschien:  Jésus-Christ à la rencontre des religions. Paris: Desclée 1989
--- Kommentar von Atoine Basunga SJ ---

1997 kam dann in in Englisch und zeitgleich in Französisch das Buch heraus, das eine intensive Diskussion über die religionspluralistische Theologie in Gang brachte:

Deutsche Version (erst 2010):

Jacques Dupuis
Unterwegs zu einer christlichen Theologie
des religiösen Pluralismus.
Hg.: Ulrich Winkler, Vorwort Hans Waldenfels
mit dem Text der Notifikation und weiteren Stellungnahmen
Innsbruck / Wien: Tyrolia 2010
— Ausführliche Rezension hier —

Jacques Dupuis gelingt es mit diesem Werk, Geschichte und Systematik interreligiöser Begegnung so aufzuarbeiten, dass die  Unterschiede und Konvergenzen aus einer trinitarisch-christologischen Sicht heraus deutlich werden. Religiöser Pluralismus wird damit zur Chance vertiefter Begegnung religiöser Traditionen und ihrer Heilsangebote. Der Vatikan unter seinem damaligen Präfekten, Kardinal Josef Ratzinger, versuchte mit einer Notifikation (2001) diese interreligiöse Offenheit auszubremsen und schließlich Dupuis zu einer Art Widerruf zu bringen.

2002 erschien dann ein Buch, das (indirekt) auf die vatikanischen Vorwürfe einlenkend Bezug nahm:
La rencontre du Christianisme et des religions. De l'affrontement au dialogue.
Paris: Cerf, Paris 2002 --- Eine französische Rezension hier --- 






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