Sonntag, 1. Juli 2018

Buch des Monats Juli 2018: Die Chaldäischen Orakel – antike Anstöße für eine dialogische Mystik heute

Christoph Elsas: Mystik in der Globalisierung.
Diskurs und Traditionen der Chaldäischen Orakel im Kontext heutiger Religionsbegegnung.
Rückfragen an Zarathustra, Gnosis, Platonismus und Augustin mit Übersetzung der Orakelfragmente
und erläuternder Texte des Christen Psellos und des Hellenisten Numenios


Berlin: EB Verlag 2017, 432 S., reiches Literaturverzeichnis, Register zu Mystik, Orient
und speziell zu den Chaldäischen Orakeln
--- ISBN 978-3-86893-249-2 ---

Christoph Elsas gehört zu den renommierten Religionswissenschaftlern, der innerhalb des Fachbereichs der Ev. Theologie an der Universität Marburg zugleich den Dialog der Religionen von Anfang an als ein wichtiges Anliegen betrachtete. Historische und theologische Kompetenzen sind für die gegenwärtige Begegnung der Religionen und besonders mit dem Islam eine unverzichtbare Voraussetzung. Sie sind für ihn verbunden mit einer Bejahung religiöser Pluralität auf der Basis einer aktiven Toleranz.
Angesichts eines eher systematischen Ansatzes in diesem Buch entsteht beim Blick auf den Untertitel automatisch die Frage: Was können denn antike esoterische Orakel, die meist nur Spezialisten bekannt sind, zur heutigen Religionen-Begegnung Sinnvolles beitragen?
Der Autor dieser umfangreichen Forschungsarbeit lässt diese Frage jedoch erst einmal offen, indem er auf die Methode einer Archäologie des Wissens, wie sie Michel Foucault entwickelt hat, verweist.
Es geht also um ein mythisches, symbolisches und universelles Welt-Verstehen in Kapitel 1 (S. 11–21). So werden bereits globale Zusammenhänge antiker mystisch geprägter Konzepte ins Spiel bringt. Neben Michel Foucault bezieht sich Elsas auch auf Ernst Cassirers Darlegungen zu religiösen Symbolisierungsprozessen, die es ermöglichten. „Astrologie, Alchemie oder eben die Chaldäischen Orakel als antike Sinnsysteme [zu] verstehen“ (S. 12).
Im 2. Kapitel (S. 23–139) kommt Religion und Globalisierung im heutigen westeuropäischen Diskurs zur Sprache. Die gegenwärtigen Fragestellungen erlauben es in tiefere Schichten vorzudringen.
Von daher lässt sich dann ab Kapitel 3 die Rezeptionsgeschichte der Chaldäischen Orakel erschließen. Hier betont Elsas einen wichtigen Reflexions-Zusammenhang von Religionswissenschaft und Theologie im Blick auf religiöse Pluralität und Toleranz (2.1).
Gerade Mystik dürfte wohl kaum von einem „neutralen“ Standpunkt aus angemessen zu beschreiben sein. So wird für die Untersuchung eine interdisziplinäre und dialogische Intention leitend. Diese bringt Elsas in geschichtliche Entwicklungszusammenhänge von Säkularität und offiziellem kirchlichen Verhalten  und zeigt, wie die Denkmodelle von Atheismus, Polytheismus und Monotheismus (2.2) zusammen mit Formen von Dualismus (2.3) in der Geschichte stark variierende Vorstellungen hervorgebracht haben.
Das gilt wohlgemerkt bereits seit der Antike im Mittleren Osten und im gesamten Mittelmeerraum. Europa ist – so gesehen – immer wieder religiöses Einwanderungsland gewesen, und zwar bis zur heutigen Arbeitsmigration und zu den Flüchtlingsbewegungen. Diese Gegebenheiten fordern Elsas dazu heraus, über Synkretismus, Assimilation und Integration intensiv nachzudenken.
Die Orakel-Fragmente und ihre Rezeptionsgeschichte (Kapitel 3–7): Nach dieser zugegebenermaßen langen Vorbereitung der Rückfragen aus solchen heutigen Perspektiven kommen ab Kapitel 3 (S. 141–150) die ins Detail gehenden Untersuchungen zu den Chaldäischen Orakeln ins Spiel. Das beginnt mit forschungsgeschichtlichen Vorfragen zur Datierung (vermutlich 2. Jh. n. Chr.) und dem Aufzeigen von Verbindungslinien durch die byzantinisch-christliche Kommentierung der Orakelfragmente. Deren deutsche Übersetzungen weisen allerdings erhebliche Defizite auf, die Elsas zu einer möglichst wortgetreuen eigenen Übersetzung (S. 152–203) nötigten.
Der Verfasser thematisiert mit der Forschungsgeschichte (3.1), dass die Orakel bereits im 2. Jh. n. Chr. im Umfeld von Hermetik und Gnosis und besonders des syrischen Platonikers Numenios von Apameia  eine wichtige Rolle spielen. Diese sind im Kontext der Synkretismen des erst dem iranischen und dann dem griechischen Weltreich zugehörenden Vorderen Orients zu sehen. Doch mit der „Archäologie des Wissens“ ist zunächst die während Renaissance und Aufklärung verbreitete Rezeption der Orakel als zoroastrische Weisheit zu dekonstruieren (3.2).
Der Autor betont im 4. Kapitel (S. 151–203), dass im 11. Jh. der Universalgelehrte Michael Psellos eine christliche Kommentierung der Texte vornahm. Er hat auch die meisten der Orakeltexte überliefert. Dies bedeutet eine entscheidende weitere Etappe der griechischen Rezeptionsgeschichte und bildet einen Brückenschlag in die byzantinische Theologie. Christoph Elsas publiziert diese Texte erstmals in deutscher Übersetzung !
Im 5. Kapitel (S. 205–252) kommen – weiter in die griechischen Rezeptionsgeschichte zurückfragend – zuerst die neuplatonische Philosophie des auch politisch hoch geschätzten Plotin mit seiner kosmischen Mystik (5.1) zur Sprache, die er in der Diskussion mit Anhängern von Numenios und der Gnosis entwickelte. Mit der neuplatonischen Interpretation der Orakel für „heidnische“ Religion erfährt sein Ansatz bereits bei seinen Nachfolgern „esoterische“ Veränderungen, die sich mit dem syrischen Neuplatoniker Jamblich (Iamblichos von Chalkis, um 240/245 – 320/325) und dem vom Christentum „abgefallenen“ Kaiser Julian (Julianus Apostata, Regierungszeit 360–363) verstärken.
Der philosophischen Interpretation der Chaldäischen Orakel in neuplatonisch-christlichem Sinne bei Synesios von Kyrene (um 370 – nach 412) steht dann diejenige der neuplatonischen Schule bei Proklos (412–485) und Damaskios (462–538) gegenüber.
Schließlich kommt der parallel zu Synesios als lateinischer Theologe wirkende Kirchenvater Augustinus von Hippo (354–430) ausführlich zu Worte (5.2). Selbst dieser große Theologe integriert Elemente in seine Theologie, die an die iranisch-chaldäisch geprägte Manichäer-Gnosis anklingen – wohlgemerkt: trotz seiner Abwendung vom Manichäismus. Aber für die Formulierung der Eigenständigkeit seiner Gnadenlehre bietet ihm die eigene Neuinterpretation plotinischer Lehren eine Stütze. Durch die Absage an den freien Willen kann er auch das Verständnis göttlicher Gnade mit der Trinität und der Ekklesiologie verbinden. So wird Menschenschicksal und Weltschicksal durch die göttlicher Führung in der Gemeinschaft der Christen verwirklicht.
Zwischenbilanz: Insgesamt spiegeln die Orakel einerseits zoroastrisch-dualistische Tendenzen und andererseits Elemente der hellenistischen Götterwelt und des platonischen Denkens. Dies alles verdichtet sich in der kosmisch geprägten Mystik des Welt-Einen, das sein Pendant in der menschlichen Seele findet. Diese inhaltlich-synkretistische Vielfalt erlaubt natürlich variantenreiche Deutungen.
Um ein früheres Verständnis der Chaldäischen Orakel zu erschließen, legt Elsas in Kapitel 6 (S. 253-273) erstmals die Kontexte der Orakel in den Fragmenten des Numenios in deutscher Übersetzung vor.
Sie bilden in Kapitel 7 (S. 275-315) den Anknüpfungspunkt zur Darstellung der Einungspotentiale kosmischer Mystik im Rahmen der neuplatonischen und christlichen Interpretationen. Die geistige Nähe zwischen den Orakeln und Numenios (7.1) erweist sich hier als Hilfe.
Es sei daran erinnert, dass die Orakel ursprünglich als Götterantworten verstanden wurden, die auf (leider nicht überlieferten) Fragen zum Wesen des Menschen gehören und seelische wie kosmische Elemente zusammenklingen lassen. Es geht um den Zugang zum göttlichen Bereich, in den man nur durch intensives Streben kommt: “Denn der göttliche Bereich ist den Sterblichen, die entsprechend dem Körper denken, nicht zugänglich, sondern (nur) denen, die (von materiellem Beiwerk) entblößt nach oben zur Höhe streben“ (CO 116/Proklos = S. 180).
„Für das Wachstum des Samens von innen hat Gott (es) den einen gegeben, durch Studium das Erkennungszeichen des Lichts zu erfassen, die anderen hat er, auch während sie schliefen, durch seine eigene Strahlkraft fruchtbar gemacht“ (CO 118 / Synesios = S. 181).
Dieses Gegenüber von Licht und Finsternis hat Entsprechungen bei Numenios und kann hier wie dort griechisch oder auch iranisch verstanden werden.
Elsas thematisiert darum auch Hekate und vergleichbare weibliche Gottheiten griechischer und orientalischer Herkunft (7.2), die man als zuständig für Schwellen und Übergänge in andere Welten mit den dazu notwendigen magischen Riten ansah und die – mit Wurzeln im alten mesopotamischen Chaldäa – interkulturelle Vermittlungsprozesse heiligen Wissens (7.3) ermöglichten.
Neben vielen, auch dunklen Variationen tritt Hekate in den Orakeln helfend und wegleitend auf, und ihr wird die Weltseele zugeordnet. Das zum Ausdruck kommende platonische/neuplatonische Verständnis der Wirklichkeit – aber ebenso der Horizont einer sich mit den Orakeln artikulierenden göttlichen Drei(ein-)heit – spielen in dieser Verbindung eine attraktive Rolle: Der Vater als oberstes Prinzip des Feuers bleibt im Hintergrund. „Sein“ Prinzip realisiert sich in der „Kraft“ (δύναμις) und dem Intellekt (νοῦς). Die Ausleitungen des νοῦς ermöglichen die Erschaffung und Ermöglichung einer Vielfalt von „Welt“ in irdischer und universaler machtvoller Durchdringung: „In den großen Zusammenhängen der Chaldäischen Orakel steht Hekate als Weltseele in der Mittelposition zwischen dem väterlichen Denkvermögen, aus dem die Ideen hervorgehen, und dem schöpferischen zweiten Denkvermögen, das mithilfe jener Ideen die natürliche Welt schafft, als den beiden anderen Gliedern der grundlegenden Trias. Sie ist das sie verbindende Band, indem sie in den Wölbungen ihres Schoßes die basalen Ideen nährt und sie dann – durch Proportionieren oder Unterteilen verändert – dem schöpferischen Denkvermögen zur Verfügung stellt“ (S. 293, vgl. S. 165).
Auch die Wanderung der Seele durch die verschiedenen Zeiten und Welten kommt hier zum Tragen: Abstieg und Wiederaufstieg der Seele in ihre ursprüngliche geistige Heimat und damit aus der Materie in das reine Licht. Damit wird zugleich eine soteriologische Endgültigkeit konstituiert, die die Chaldäischen Orakel in ihrer Erleuchtungsfunktion herausstellen (S. 312). Die der kosmischen Mystik zugrunde liegenden Einungs-Potentiale haben also Entsprechungen in der menschlichen Seele, sonst wäre ihr Aufstieg zum Licht gar nicht möglich.
Das hier Gesagte ist von so intensiver Wirkungsgeschichte, dass Elsas im 8. Kapitel (S. 317–361) Potentiale von Mystik in heutigen Religionskontakten von daher grundgelegt sieht, auch über die Traditionsstränge (8.1) im Anschluss an Dionysios Areopagita. Er rezipierte im frühen 6. Jh. den Orakel-Kommentator Proklos für das griechisch-orthodoxe Christentum. Die von ihm repräsentierte Verbindung von Neuplatonismus und Christentum in Syrien und Kleinasien hat die mittelalterliche Mystik sowohl christlich wie islamisch geprägt. Das lässt sich z.B. an Dschalāl ad-Dīn Rumi im 13. Jh. (8.2), aber natürlich ebenso im 12. Jh. bei Hildegard von Bingen und um 1300 bei Meister Eckhart (8.3) zeigen. So kann Elsas vergleichend heutige Entsprechungen heranziehen. Das zeigt sich etwa bei dem bis in die moderne Türkei wirkenden kurdischen Islam-Gelehrten  Bediüzziman Said Nursi, um schließlich im Ausblick auf fernöstliche Entsprechungen im Daoismus und im japanischen Buddhismus den Bogen zu heutigen Begegnungen schlagen.
Dass hier nicht dialogisch-verengt Konvergenzen zwischen damaligem mystischem Denken und gegenwärtigen Aufbrüchen konstruiert werden, betont Elsas im Schlussabschnitt im Sinne einer Bilanz, indem er mutig formuliert: „Das Staunen über das Schöne im Kosmos, das Lassen von Gewalt, Besitzen-Wollen und >Ich< und das Eins-Werden mit dem, was in der Schöpfung gemeint war, implizieren dann Beteiligung und Mitgefühl und Gerechtigkeit an der weitergehenden Schöpfung. Das bedeutet eine – auch christlich wünschenswerte – panentheistische Korrektur einer Vorstellung von Gott als unberührbare und allmächtige unabhängige Macht samt Korrektur einer christlichen Legitimation der Unterwerfung der Natur durch den ihm ebenbildlichen Menschen“ (S. 361).
Bilanz
Man merkt diesem Buch an, dass es über die Jahre gewachsen ist. So wäre zur Struktur der Arbeit anzumerken, dass für die Lesenden die Übersetzungen und die historischen Kommentierungen der chaldäischen Orakel optisch noch deutlicher im Inhaltsverzeichnis hervorgehoben würden. Auch eine genauere erläuternde Übersicht der einzelnen Texte als Anhang wäre hilfreich – und am allerbesten auch noch ein Sach- und Personenregister.
Was jedoch die Sache selbst betrifft: Dem Religionswissenschaftler Elsas gelingt ein Zusammenklang von mystischem Welt- und Existenzverständnis in Vergangenheit und Gegenwart. Das macht das Lesen allerdings nicht immer ganz einfach, eröffnet aber immer wieder Durchblicke in ein heutiges dialogisches, Religionen übergreifendes Glaubensverständnis. Dieses kann sich auf bestimmte Entwicklungslinien der Geschichte zu Recht berufen: Dem Philosophen Plato und dem Neuplatonismus sei Dank! Und wer hätte wohl gedacht, dass die meist nur Fachleuten bekannten Chaldäischen Orakel dazu eine Hilfestellung bieten können …
Zusammenfassung
Der Marburger Religionswissenschaftler Christoph Elsas stellt in dieser Forschungsarbeit wesentliche Verbindungselemente antiker religiöser Traditionen in ihrer wirkungsgeschichtlichen Bedeutung vor. Am Beispiel der Chaldäischen Orakel aus dem 2. nachchristlichen Jahrhundert zeigt er im Sinne der Archäologie des Wissens von Michel Foucault einen globalen Weltzusammenhang. Dieser tritt besonders auffällig in den synkretistisch-mystischen Traditionen des Mittleren Ostens und des Mittelmeerraumes  hervor. Insgesamt spiegelt die Rezeptionsgeschichte der Orakel zoroastrische, gnostische und neuplatonische Strömungen im Horizont der Daseinsübergänge (in andere Welten). Die Elemente der hellenistischen Götterwelt mit dem Schwerpunkt auf die Göttin Hekate – personal und als Weltseele verstanden – bieten hier Grenzen überschreitende Deutungen. Dies alles verdichtet sich in einer kosmisch geprägten Mystik des Welt-Einen, das sein Pendant in der menschlichen Seele findet. Eine solche synkretistische Vielfalt erlaubt natürlich variantenreiche neuplatonische und christliche Interpretationen. Hermeneutische Schlüsselfunktionen nehmen hier besonders Numenios (2. Jh.), Plotin, Synesios von Kyrene, Augustin, Proklos und Dionysios Areopagita ein. So ist besonders zu begrüßen, dass Elsas von den entscheidenden Texten, den Orakelfragmenten bei Numenios und den byzantinischen Interpretationen von Michael Psellos (11. Jh.) eigenständige Übersetzungen angefertigt hat (zum ersten Mal in deutscher Spache)!
Die Einungspotentiale kosmischer Mystik in ihren panentheistischen Ausprägungen eröffnen einen weiten Horizont, so dass Elsas diese Verbindungslinien über Rumi, Hildegard von Bingen und Meister Eckhart bis in die Gegenwart weiterführt. Auf diese Weise gelingt ein Zusammenklang von mystischem Welt- und Existenzverständnis in Vergangenheit und Gegenwart. Diese antiken Texte bilden Anstöße für eine Begegnung der Religionen auf globaler Ebene, die sich auf die visionäre Kraft dialogischer Mystik berufen kann.
English Summary
Christoph Elsas, religious scholar at the University of Marburg, presents in this research essential connecting elements of ancient religious traditions in their historical significance. Using as example the Chaldean Oracles from the 2nd century AD, he shows in the sense of the archeology of knowledge of Michel Foucault a global world context. This emerges especially in the syncretistic-mystical traditions of the Middle East and the Mediterranean. Overall, the reception history of the oracles reflects Zoroastrian, Gnostic, and Neo-Platonic trends in the horizon of transitions of existence (into other worlds). The elements of the Hellenistic world of the gods, with a focus on the goddess Hekate – understood personally and as “Weltseele” – offer interpretations which transcend borders. All this condenses in a cosmic mysticism of the world-one, which finds its counterpart in the human soul. Of course, such a syncretistic diversity allows a variety of Neoplatonic and Christian interpretations. Hermeneutic key functions are taken especially by Numenius (2nd cent.), Plotinus, Synesios of Cyrene, Augustin, Proclus and Dionysios Areopagita. Therefore, it is especially to be appreciated that Elsas has made original translations of the crucial texts: the oracle fragments of Numenios and the Byzantine interpretations of Michael Psellos (11th century) – for the first time in German language!
The uniting potentials of cosmic mysticism in their panentheistic expressions open up a broad horizon, so that Elsas continues these joins via Rumi, Hildegard of  Bingen and Master Eckhart up to the present days. In this way a harmony of mystical understanding of the world and of existence succeed in past and present. These ancient texts provide impulses for an encounter of religions on a global level, which can rely on the visionary power of dialogical mysticism.
Englische Übersetzung: Prof. Dr.Dr. Manfred Kwiran, Wülperode


 Reinhard Kirste
Rz-Elsas-Mystik, 30.06.18 CC 
CC


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen