Samstag, 18. September 2021

Zur Geschichte Afrikas, Asiens, Lateinamerikas - bis zum (Post-)Kolonialismus, Mission, Sklaverei, Rassismus (aktualisiert)


Die Weltmächte und ihre Kolonien 1898 (Wikipedia)

Mit der Eroberung, "Entdeckung" Amerikas seit 1492 und der Entdeckung des Seeweges nach Indien 1498 nahm der europäische Kolonialismus globale Ausmaße an. Lateinamerika, Afrika und Asien wurden Teil der Herrschaftssphären Spaniens, Portugals, Englands und Frankreichs. Im 19. Jahrhundert kamen noch Italien, Belgien und das Deutsche Reich hinzu. Sowohl die römisch-katholische Kirche als auch die protestantischen Kirchen wurden mit ihren Missionierungsaktivitäten ("Heidenmission") Teil des kolonialen Systems. Sie verinnerlichten damit unter christlichen Vorzeichen die europäischen Hegemonialansprüche.
Erst in der 2. Hälfte es 20. Jahrhunderts folgte ein radikales Umdenken durch die Revision bisheriger Konzepte in den postkolonialen Theologien. Sie beziehen sich zugleich auf die interkulturelle und interreligiöse Öffnung religiöser Traditionen, deren Anfänge bis in die Zeit der Aufklärung zurückreichen. Besonders die Befreiungstheologie Lateinamerikas, die  eigene Traditionen einbeziehenden indigenen Theologien und die feministischen  Theologien wurden hier wegweisend.



Kolonien in Afrika 1914 (wikipedia)


Kommandant Bouët-Willaumez greift Aufständische bei Grand-Bassam (Elfenbeinküste) an, Gravur von 1890 (wikipedia: Kolonialismus)





Verständnis von Mission unter (post-)kolonialen Bedingungen 
Theologie interkulturell und postkoloniale Theologien

Mission - Dialog - Konversion – interkulturelle Orientierungen >>> 








Evangelische Missionare nahmen als Zeichen der erfolgreichen Christianisierung
 dieses Behältnis für den rituellen Gebrauch mit nach Deutschland.
 (LWL-Ausstellung: Geschichte der Dinge)




Kolonialismus, Rassismus und Postkolonialismus
Rassismus und Kolonialismus - Bücher aus dem Suhrkamp-Verlag
  • (Anti-)Rassismus.
    Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) 70. Jg. Nr. 42-44, 12.10.2020, 44 S.
Weltweit gehen Menschen auf die Straße, um gegen Rassismus zu demonstrieren, Statuen von Kolonialherrschern und Sklavenhändlern werden gestürzt. Wir möchten Sie aus diesem Anlass auf einige Bücher zum Thema hinweisen.
Hier (Juni 2020) finden Sie ein Interview mit dem spanischen Philosophen und Queer-Theoretiker Paul B. Preciado zu den aktuellen Protesten.
Cover: Kritik der
schwarzen Vernunft Cover: Das
verhängnisvolle
Dreieck Cover: Rasse, Blut und
Gene Cover: Rassismus,
Imperialismus und die Idee menschlicher
Entwicklung Cover: Politik der
Feindschaft


Postkoloniale Theorien
Postkoloniale Theologien 


  • Interkulturelle Theologie im Horizont vielfältigen Glaubens:

    Thomas Schreijäck / Knut Wenzel (Hg.):
     Kontextualität und Universalität.

    Die Vielfalt der Glaubenskontexte
    und der Universalitätsanspruch des Evangeliums.
    25 Jahre „Theologie interkulturell“. Stuttgart: Kohlhammer 2012, 176 S.
    ---
     
    Rezension: hier




Aus der Missionsgeschichte
  • Theodor Ahrens: Mission nachdenken. Studien. Frankfurt/M.: Lembeck 2002
  • Hartmut Beck: Brüder in vielen Völkern.
    250 Jahre Mission der Brüdergemeine. 
    Erlangen: Verlag der Ev.-Luth. Mission 1981
  • Martin Repp: Der eine Gott und die anderen Götter.
    Eine historische und systematische Einführung
    in Religionstheologien der Ökumene. 
    Leipzig: EVA 2018, 468 S., Register --- Rezension: hier


  • Gustav Warneck:
    Abriß einer Geschichte der protestantischen Missionen von der Reformation.
    Mit einem Anhang über die katholischen Missionen.
    Berlin: M. Warneck 1905
  • Originaltext aus dem 18. Jahrhundert:
    Von der Arbeit der evangelischen Brüder unter den Heiden. Barby 1782
    München: Bayerische Staatsbliothek digital
  • Johann Heinrich Callenberg und die Gründung
    des Institutum Judaicum et Muhammedicum in Halle/Saale:

    Grit Schorch / Brigitte Klosterberg (Hg.):
    Mission ohne Konversion?
    Studien zu Arbeit und Umfeld des Institutum Judaicum et Muhammedicum in Halle
    - Hallesche Forschungen 51.

    Wiesbaden: Harrassowitz 2019, XXIV, 266 S., Abb.
CC

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen